Editorial im April 2019

Liebe Leserinnen & Leser,

manchmal geht mir der Hut hoch. Heute zum Beispiel: Vorhin lief hier am Fenster ein Vater mit einem etwa dreijährigen Kind im Buggy vorbei. Er hoch konzentriert am Telefonieren, das Kind teilnahmslos. Kurz danach eine Frau (Mutter, ebenfalls mit einem Kleinkind im Buggy. Sie das Smartfon unter dem Kinn und eine Zigarette in der anderen Hand. Das Kind laut schreiend, aber völlig unbeachtet.

Geht’s noch? Auch ich bin Raucher, aber alles zu seiner Zeit! Und dass Handys am Steuer verboten sind, hat den Grund, dass man (übrigens auch mit Freisprecheinrichtung) stark abgelenkt ist vom momentanen Geschehen. Und wenn das Kind im Kinderwagen schreit oder weint, dann ist das „momentanes Geschehen“ mit allererster Priorität!

Ich bin bekanntermaßen gegen unnötige gesetzliche Regelungen und fragwürdige Verbote. Aber offensichtlich kann man solchen Eltern nur durch ein Handyverbot am Kinderwagen die Augen öffnen.

Oder wir arbeiten weiter daran, mit dem KARLSRUHER KIND Eltern immer wieder daran zu erinnern, dass unsere Kinder in unserem Bewusstsein und bei unserer Aufmerksamkeit das Wichtigste sein müssen – von Anfang an und zu jeder Zeit!

In dieser Ausgabe mit dem Schwerpunktthema „Familie & Gesundheit“ haben wir diesmal darauf verzichtet, das Thema „Impfen“ anzusprechen, sind aber nach wie vor der Meinung, dass kategorische Impfgegner nicht nur gegenüber ihren Kindern, sondern auch gegenüber der Gesellschaft unverantwortlich handeln. Dazu finden Sie in den nächsten Ausgaben sicher wieder den einen oder anderen Beitrag. Auch diesmal werden Sie in unseren Kolumnen und Glossen wieder ein bisschen Unterhaltung und hoffentlich auch ein Schmunzeln erleben.

In jedem Fall wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern einen schönen April – und wie immer natürlich viel Spaß beim Schmökern in Ihrem neuen KARLSRUHER KIND!