Volkswohnung – Nachhaltig unterwegs

Alla B. (Foto: Volkswohnung)

Ein Alltag ohne eigenes Auto? Für viele Menschen war das lange undenkbar. Doch in Zeiten steigender Preise können sich längst nicht mehr alle ein Fahrzeug leisten. Außerdem belastet ein Auto nicht nur die Haushaltskasse stark, sondern auch die Umwelt. Denn der Verkehr beschleunigt den Klimawandel – eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. 

Als drittgrößte Vermieterin Baden-Württembergs sieht sich die Volkswohnung in der Verantwortung, an einer lebenswerten Zukunft für alle mitzuarbeiten. Schließlich gehören Wohnen und Mobilität zu den Sektoren, die die Umwelt mit am stärksten belasten. Doch wie kann Mobilität so funktionieren, dass sie eine nachhaltige, aber auch praktische Alternative zum Auto darstellt? 

Die Volkswohnung gestaltet ihre Quartiere so, dass man mit einem klugen Mix aus klimaschonenden Fortbewegungsmitteln effizient zum Ziel kommt – ob nun zu Fuß, mit dem (Leih-)Rad, Bus und Bahn oder Carsharing. So wird die Luftqualität verbessert und es gibt mehr Platz für Grünflächen. Diese sorgen für angenehme Kühle bei hohen Temperaturen und bieten Erholungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Eine echte Steigerung der Lebensqualität also!

Im letzten Jahr hat die Volkswohnung die Charta „Intelligente Mobilität im Wohnquartier“ unterzeichnet, die vom Verkehrsclub Deutschland e.V. auf den Weg gebracht wurde. Das Ziel: Niemand soll mehr auf das Auto angewiesen sein, um in der Stadt gut von A nach B zu kommen. „Eine Vielzahl der Maßnahmen beginnen wir nach und nach umzusetzen, andere denken und leben wir bereits heute“, erläutert Anja Kulik, Leiterin Quartier, strategische Entwicklung und Soziales bei der Volkswohnung. Für Liebhaber von Drahteseln liegt der Fokus künftig auf ausreichenden Stellplätzen, einem Angebot an Lastenrädern und Radreparatursäulen. „Darüber hinaus kann das Angebot des Carsharing-Anbieters ,stadtmobil‘ unkompliziert erprobt werden. Parallel streben wir eine hohe Dichte an Carsharing-Fahrzeugen in unseren Quartieren an“, so Anja Kulik. 

Lotte D. (Foto: Volkswohnung)

Ein lebenswertes Wohnumfeld, soziale Teilhabe und Klimaschutz: Was die Umsetzung dieser Charta-Ziele im Alltag bedeutet, zeigt sich im Quartier Nordweststadt. Lotte D., seit 2016 Mieterin bei der Volkswohnung, biegt mit „ihrem“ blauen Renault Kangoo um die Ecke – einem Leihauto. „Den miete ich am liebsten“, lächelt die Rentnerin. „Er fährt so schön spritzig.“

Seit 2020 bietet die Volkswohnung ihren Mieterinnen und Mietern in Kooperation mit dem Carsharing-Unternehmen stadtmobil das Starterpaket „Basis“ zu günstigen Konditionen an, um eine nachhaltige Alternative zum eigenen Auto aufzuzeigen. Für Lotte D. kam diese Möglichkeit gerade zur rechten Zeit. „Während der Pandemie wollte ich die ‚Öffentlichen‘ nicht nutzen“, erklärt die 67-Jährige. „Ein Auto konnte ich mir nicht leisten. Und alles lässt sich mit dem Rad nun mal nicht erledigen. Da war das Angebot der Volkswohnung perfekt.“ 

Die Volkswohnung baut die Kooperation mit stadtmobil stetig weiter aus – insgesamt hat das Unternehmen 75 Stellplätze an stadtmobil vermietet, davon 57 oberirdisch und 18 in Tiefgaragen. Gerade wurden am Indianaring in der Nordstadt 14 weitere geschaffen. Lotte D. bucht ihre Leihautos drei bis viermal im Monat. Und sie düst mit ihnen sogar in den Urlaub. „Für mich ist die Kooperation der Volkswohnung mit stadtmobil ein schönes Entgegenkommen. So kann ich mir die Kosten für Versicherung und Reparaturen sparen und zugleich etwas für die Umwelt tun. Und wenn ich das Auto nicht brauche, fahre ich einfach mit dem Fahrrad. Das tut mir gut.“

Monika Scheytt (Foto: Volkswohnung)

Klar: Statt im Auto zu sitzen ist Bewegung an der frischen Luft weitaus gesünder, günstiger und nachhaltiger. Aber was ist, wenn man öfter mal sperrige Gegenstände transportieren muss und Carsharing keine Option ist? In der Waldstadt gibt es dafür eine praktische Lösung. In Zusammenarbeit mit dem Badischen Landesverein für Innere Mission und Lastenkarle stellt die Volkswohnung beim Mitmach-Laden des Quartiersprojekts Waldstadt ein Lastenrad zur Verfügung. Monika Scheytt ist Quartiersmitarbeiterin des Badischen Landesvereins und von dem Konzept begeistert. „Das Lastenrad bietet sehr viel Stauraum. Manche nutzen es für den Transport von Getränkekisten. Andere machen übers Wochenende Ausflüge mit ihrem Nachwuchs – bis zu vier Kleinkinder passen in die Ladebox hinein.“ 

Das dreirädrige Fahrzeug hat keinen E-Antrieb, ist aber leichtgängig genug, um die Wege in der ebenen, weitläufigen Waldstadt bequem und klimaneutral zu überbrücken. Und das Beste: Das Angebot ist für alle zugänglich und kostenfrei. „Das Feedback ist durchweg positiv“, freut sich Monika Scheytt. Auch Volkswohnungs-Mieterin Alla B. und ihr 13-jähriger Sohn Andreas nutzen gerne das Lastenrad: „Da wir kein eigenes Auto haben, ist es für uns perfekt, um den Einkauf oder schwere Sachen zu transportieren.“

Solch ein Lob ist Ansporn für das Wohnungsbauunternehmen. „Wir hoffen, absehbar E-Lastenräder als Teil des Fahrradverleihsystems des lokalen ÖPNV-Dienstleisters anbieten zu können“, so Anja Kulik. 

Wie buche ich das Lastenrad in der Waldstadt?

Direkt über die Website www.lastenkarle.de. Oder Sie kommen im Servicebüro der Volkswohnung oder im Mitmach-Laden in der Königsberger Straße 37 vorbei. Eine kurze Einweisung oder Probefahrt ist auch möglich. 

Und wo bekomme ich das Schnupperangebot bei stadtmobil?

Über www.volkswohnung.de/wohnen/stadtmobil gelangen Sie zum Schnupperangebot von stadtmobil. 


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Die Karlsruher Kind Redaktion informiert über Neuigkeiten, Aktionen, Veranstaltungen und Angebote in Karlsruhe und der Region.

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