Es wird immer wichtiger, unsere Umwelt zu schützen. Bereits Kinder können lernen, dass ein gutes Leben im Wesentlichen von einer gesunden Natur abhängt. Zu lebensbejahenden Erfahrungen gehören Begegnungen mit dem Wald. Dabei muss natürlich nicht immer dessen Einzigartigkeit und Bedeutung im Zentrum stehen. Die Spiele rund um den Wald, die Iris Treiber hier vorstellt, nähern sich dem Thema sehr spielerisch.
Für die Katz

In „Für die Katz“ wollen wir gemeinsam Katzen aus Baumkronen retten. Die Kronen liegen lose auf Holzsäulen, mal mit Katze, mal ohne, auf dem Spielplan. Jede Spielplankante bekommt eines von zwölf Tieren zugelost, eine*r erhält die Augenbinde und den Wanderstab und verbindet sich die Augen. Die anderen bekommen die Tierrollen an den Kanten. Wer wir die Augen verbunden haben, führen wir den Wanderstab vorsichtig vom Starpunkt aus zu einer Baumkrone mit Katze. Wenn wir mit offenen Augen an einer Spielplankante sitzen, beobachten wir das genau und dirigieren den Wanderstab durch die Tierlaute des Tieres an unserer Kante in unsere Richtung: Wenn wir an der Rabenkante sitzen, krächzen wir, Als Hund bellen wir, als Kuh muhen wir… Unterwegs sollen möglichst keine anderen Kronen heruntergestoßen werden. „Für die Katz“ ist ein etwas anders, schönes kooperatives Geschicklichkeitsspiel.
„Für die Katz“, kooperatives Geschicklichkeitsspiel von Jen-Philippe Mars und Valéy Fourcde, Zoch, zwei bis fünf Personen ab vier Jahren, etwa 15 Euro
Wimmelwald

36 Wimmelbild-Showkarten haben wir, auf jeder sind zwölf Stars in einer Waldlichtung zu sehen. 20 Stare gibt’s insgesamt, sie sind Tiere wie Dachs, Hai oder Tiger und sie tragen Accessoires wie Saxophon, Pizza oder Hammer. Reihum decken wir eine Showkarte auf, schauen sie kurz an und verdecken sie wieder. Welche Tiere sind darauf zu sehen? Eine nach dem anderen wählt eines, an das sie*er sich erinnert, aus. Zum Schluss kontrollieren wir und jedes richtig erinnerte Tier bringt Plus-, jedes falsch erinnerte Minuspunkte. Wir müssen also auch überlegen, ob wir riskieren, ein weiteres Tier zu nehmen, wenn wir nicht sicher sind., Es gewinnt, wer zum Schluss die meisten Punkte hat. „Wimmelwald“ ist ein schön gezeichnetes, einfaches Merkspiel.
„Wimmelwald“, Merkspiel von Kai Haferkamp und Klaus Nikisch, Haba, zwei bis vier Personen ab vier Jahren, etwa 13 Euro
Gewimmel im Dschungel

Grün ist’s bei unserem „Gewimmel im Dschungel“, und im Grün sind so allerlei Pflanzen und Tiere versteckt. Und zwar ziemlich gut, so gut, dass wir ganz genau schauen müssen: Ist die Pflanze, die wir gerade suchen sollen, auf der aktuellen Wimmelkarte und fehlt das Tier, das wir ausgeschlossen haben? Falls ja, kommt die Karte schnell in unser Körbchen, falls nein, nicht. Wir starten gleichzeitig, sobald jemand alle seine Tierkarten kontrolliert hat, stoppen wir. Wer hat jetzt die wenigsten Fehler gemacht? Die Person gewinnt die Runde, wer zwei Runden gewinnt, gewinnt das Spiel. Schön. „Gewimmel im Dschungel“ ist ein schnelles Konzentrationsspiel mit schön gezeichneten Karten. Einen spielerischen Bonus gibt’s auch: Jeden Kartensatz aus 20 Karten können wir zu einem Puzzle zusammensetzen.
„Gewimmel im Dschungel“, Reaktions- und Konzentrationsspiel von Erwan Morin und Robin Rossigneux, Space Cowboys / Asmodee, zwei bis vier Personen ab sechs Jahren, etwa 18 Euro
Pino Postino

Wildschwein, Fuchs, Bär, Hirsch und Hase sollen als Briefträger “Pino Postino” ganz schnell einen Geheimbrief zum König bringen. Verdeckt bekommen wir je ein Tier zugelost, wenn unser Tier das Schnellste ist, gewinnen wir. Per Landschafts-Zugkarten kommen immer bis zu drei Tiere weiter auf das nächste Feld zu kommen, wenn dieses die passende Landschaft trägt. Wir versuchen also, mit Kartenglück und Taktik unser Tier gut vorwärts zu bringen. Schaffen wir das, ohne dass die anderen merken, welches Tier wir führen? Auch das bringt Punkte und wer zum Schluss die meisten hat, gewinnt.
„Pino Postino“, Zugspiel von Florian Racky, Huch, zwei bis vier Personen ab sieben Jahren, etwa 17 Euro
Schattenwald

Wer versteckt sich im „Schattenwald“? Das müssen wir als Zauberlehrlinge herausfinden. Und das geht so: In unserer „Schattenwald“-Box haben wir drei Waldrähmchen, auf denen einzelne Holzstämme und Lücken dazwischen zu sehen sind. Hinter diese Rahmen stecken wir Waldkarten, auf denen Symbole versteckt sind. Nun versuchen wir, zu entdecken, welche. Symbole das sind. Wenn wir Glück haben, sind es die, die wir brauchen, um die nächste Aufgabe zu erfüllen. Sind sie es nicht, ist sehr früh klar, dass wir nicht gewinnen können. Denken wir jedoch, dass wir ein passendes Symbol gesehen haben, gehen wir sozusagen tiefer in den Wald hinein, indem wir die vorderste Waldkarte entfernen. Das bringt uns als Belohnung ein Symbol. Gelingt es uns, alle benötigten Symbole in unserem eigenen Rucksack zu sammeln, können wir eine Aufgabe erfüllen. Acht Szenen gibt uns das Abenteuerbuch vor, und auch wenn wir verlieren, ist das Material sehr einladend für Kinder.
„Schattenwald“, Sammel- und Beobachtungsspiel von Florian Nadler, Kosmos, zwei bis vier Personen ab sieben Jahren, etwa 30 Euro
Dämmerwache Der dunkle Baum

Jede*r von uns will mit der eigenen Gilde die „Dämmerwache“ mit dem meisten Gold gewinnen. Dummerweise wissen wir nicht, unter welchen Plättchen auf den Etagen von „Der dunkle Baum“ Münzen oder Dinge versteckt sind und wo Monster auf uns lauern. Zusätzlich gilt es noch, die Königskinder ganz oben aus dem Baum zu retten, was ebenfalls Gold bringst. Auf sechs Etagen liegen immer drei verdeckte Plättchen, Münzen, Monster, Gegenstände, aus. Reihum wählen wir einen Gilde-Charakter aus, mit dem wir eine Etage untersuchen: Der Dieb kann Sachen stehlen und sich an den Monstern vorbeischleichen, die Wächterin kann Riesenspinnen besiegen, die Magierin hat mehr Etagen zur Auswahl. So zieht unsere Gilde immer höher, die Plättchen, die wir nicht nehmen können, bleiben im Baum, die Lücken werden geschlossen. Jeden Charakter können wir auch aufwerten und haben dann mehr Möglichkeiten. Wenn wir uns erst ein bisschen eingespielt haben, ist „Dämmerwache – Der dunkle Baum“ ein spannendes, einfaches Sammelspiel, bei dem wir auch ein bisschen Glück und Taktik brauchen.
„Dämmerwache – Der dunkle Baum“, Taktik-Sammelspiel von Sophia Wagner, ArsEdition, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 35 Euro
Der Wald von Mysteria

In „Der Wald von Mysteria“ gibt’s Dörfer, Gebirge, Seen, Wald und Wiese und zwar jeweils in unterschiedlicher Anzahl, auf Legeplättchen aus dreimal zwei Feldern. Reihum legen wir ein solches Plättchen an den gemeinsamen Wald an. Unser Ziel: möglichst große zusammenhängende Gebiete der gleichen Landschaft zu erschaffen und sie mit unseren Gebäuden, Hütte, Turm, Baum, Brücke, Schloss, Portal, in Besitz zu nehmen. Denn nur das bringt Punkte, und zwar umso mehr, je größer das Gebiet ist oder wie viele gleiche Gebiete sich anschließen. Dabei gilt: Baum und Dorf müssen auf dem gleichen Gebiet stehen, eine Brücke verbindet zwei Gebieten… Richtig gut gelungen ist bei „Der Wald von Mysteria“ die Kombination von einem niedlich gestalteten Legespiel mit taktischen Elementen.
„Der Wald von Mysteria“, Lege-Taktikspiel von BLOB, moses, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 15 Euro
Roundforest

Im Wald geht’s rund, schließlich sind wir im „Roundforest“, englisch für Rundwald. In diesem Fall bedeutet das, dass wir die achteckigen Plättchen, aus denen unser Wald gelegt wurde und über die wir mit unserer Figur ziehen, drehen dürfen. Dadurch verändern wir unsere Zugmöglichkeiten. Unser Ziel ist, zuerst drei goldene Äpfel eingesammelt zu haben. Die können wir am magischen Brunnen gegen Silbermünzen eintauschen, die wir zuvor für Kupfermünzen bekommen haben. Einen Apfel gibt’s auch, wenn wir die Schatzkiste und ihren Schlüssel in unseren Rucksack sammeln konnten. Oder wenn wir die Aufgabe eines freundlichen Charakters erfüllt oder einen feindlichen Charakter ausgetrickst haben. Das ist noch nicht alles: Unsere Waldplättchen bieten uns immer eine von drei Aktionen. So kommen wir auf unserem Weg an leichte oder schwere Gegenstände, die wir, wenn’s geht, einpacken, können uns von den Charakteren helfen lassen oder sie bekämpfen. Wir können Waldplättchen blockieren und Gegenstände tauschen, entweder bei der Waldfee oder bei anderen. Wir können also ziemlich viel tun – wenn wir können. Manchmal geht alles nicht, dann pausieren wir. Alles in allem ist „Roundforest“ ein Zugspiel, bei dem wir unsere Züge nutzen, um Aktionen auszuführen.
„Roundforest“, Zug- und Taktikspiel von Pierrot, Piatnik, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 29 Euro.





