Leserbrief: Geplante Zufahrtsstraße bedroht den freien Kindergarten e.V.

Einfach Kind sein dürfen: Wie lange noch?

Wer seine Kinder im Freien Kindergarten Karlsruhe e.V. anmeldet, entscheidet sich für Grasflecken, schnell zerschlissene Hosen, Lagerfeuerrauch, Sand in den Haaren, Erde unter den Nägeln und geschminkte Kindergesichter zu jeder Jahreszeit. Er entscheidet sich aber auch für ausgeglichene, resiliente, glückliche Kinder.

Zu verdanken ist dies vor allem dem großen, naturbelassenen Außengelände des Freien Kindergartens. Hier, außerhalb des Stadttrubels zwischen Hagsfeld und Rintheim, können die Kinder naturverbunden sein und frei spielen. Sie können rennen bis sie umfallen, sich den ganzen Tag in Büschen Burgen bauen, auf Bäume klettern, sich im Bauwagen verschanzen, mit den Händen graben und barfuß durch Pfützen laufen.

Doch wie lange noch? Die von der Stadt Karlsruhe geplante weitere Zufahrtsstraße zur Anbindung des Technologieparks, könnte für den Freien Kindergarten nach 47 Jahren das Aus bedeuten. Denn je nach weiterer Planung kann es sein, dass der Kindergarten abgerissen und das Außengelände der Straße oder einer weiteren Ampelkreuzung weichen muss. Viele Generationen von Kindern, Eltern und Erziehern haben auf dem Grund des Freien Kindergartens wundervolle, unbeschwerte Zeiten verbracht – ja, ein Stück heile Welt erleben dürfen.

Damit die Straßenplanung überdacht und die bestehende Grundstücksnutzung des Freien Kindergartens nicht beeinträchtigt wird, haben wir eine Online-Petition erstellt. Wer uns helfen möchte unterschreibt diese auf www.freier-kiga.de. Alle Kinder, alle Eltern und das wunderbare ErzieherInnen-Team sagen ganz laut DANKE.

Eva-Maria Merkel
Freier Kindergarten e.V.