Publikumsmagnet in der Weststadt

Ausschuss für öffentliche Einrichtungen widmet sich Märkten und Schaustellern

„Vielfalt erleben.“ So wirbt das städtische Marktamt für seine stadtweit 17 Wochenmärkte mit wöchentlich 47 Veranstaltungen. Gegenüber 15 Markte und 23 Veranstaltungen in Mannheim oder 29 und 40 in Stuttgart ist das eine stattliche Bilanz. Es gilt aber wei­ter­hin, vor allem gegenüber Discountern mit frischen, regionalen und nachhaltigen Produkten zu punkten. Zudem bleibt Corona eine besondere Herausforderung. Immer geht es bei der Pandemie um die erforderlichen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung. Bei den Wochenmärkten an der frischen Luft gelingt es mit Disziplin, Abstands- und im Zweifel Maskengebot.
Marktamtsleiter Armin Baumbusch berichtet, der Abendmarkt sei in­zwi­schen etabliert, locke immer mehr Besucherinnen und Besucher. „Und wir sind froh, am Gutenbergplatz auch einen Markt zu haben, der nah und fern anzieht“. Der Anteil derer, die (mehrmals) jede Woche auf den Markt gehen, ist jedoch über die vergangenen Jahre rückläufig. Einer Händlerumfrage, derzufolge insbesondere Parkplätze, Sortimentsvielfalt und Ambiente für einen Markt wichtig sind, soll eine Bevölkerungsumfrage folgen. Weitere Aktionen wie Frühstück auf dem Wochenmarkt, Probiertage oder Mottomarkt sollen die Attraktivität steigern. Vorausgesetzt, die Betreiberinnen und Betreiber, denen es vielfach auch an potenzieller Nachfolge fehlt, machen mit.

Neue Märkte und beliebte Klassiker

Wenn Corona das wieder zulässt, soll die Verweildauer erhöht und das Image als Ort der Kommunikation und des realen Genusses ausgebaut werden. Dies soll auch in der Innenstadt realisiert werden. Ein entsprechendes Konzept, auf Grundlage des CIMA-Gutachtens zur Zukunftsfähigkeit des Einzelhandelsstandorts, soll dazu beitragen.
Ein Fixpunkt bleibt der Marktplatz, vor allem in seiner künftigen Gestalt. Gegenstand der Überlegungen ist, dort zum Beispiel einen samstäglichen Markt von 11 bis 18 Uhr einzuführen. Er soll weder den bisherigen Märkten noch der umliegenden Gastronomie Konkurrenz machen, sondern vielmehr Sogwirkung für die City entfalten. Als Ersatz für die weniger nachgefragten Märkte auf Kronenplatz und Gottesauer Platz ist ein Markt am Bernhardusplatz als attraktive Drehscheibe denkbar.
Ob beliebte Klassiker wie Kunsthandwerker- und Stoffmarkt stattfinden können, hängt zu einem Großteil davon ab, wie Kontaktverfolgung und etwa Einlasskontrolle wegen Corona umgesetzt werden können. Dass voraussichtlich ab 1. November Veranstaltungen mit 500 Besuchern landesweit zulässig sind, spielt wie die eben genannten Faktoren eine Rolle im Ringen um Herbst- oder eventuell nachgeholte Frühjahrsmess‘. Auch dem Christkindlesmarkt und der Weihnachtsstadt werden sich die Verantwortlichen in den Sommerferien näher widmen.

-pia


Redaktion

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