Der Beschluss steht fest! Dieses Jahr gehe ich die Weihnachtszeit ganz entspannt an. Also so entspannt, wie man eben sein kann, wenn man jeden Tag mindestens drei Schokonikoläuse vor neugierigen Kinderaugen in den eigenen Bauch umparken muss. Ich habe mir vorgenommen, den Advent bewusst zu genießen, anstatt wie ein aufgescheuchtes Rentier von Termin zu Termin zu rennen. Und ganz ehrlich: Mit Kindern ist die Weihnachtszeit sowieso die schönste Chaos-Show, die man sich vorstellen kann. Während sie basteln, kleben, glitzern und nebenbei das Wohnzimmer in eine nordische Märchenlandschaft verwandeln, werde ich jedes Jahr selbst wieder zum Kind. Ich freue mich dann plötzlich auf Dinge wie „den ersten Schnee“, obwohl ich ganz genau weiß, dass er am Ende immer in Karlsruher Weihnachtsmatsch übergeht. Ich liebe diese Zeit, in der man ohne schlechtes Gewissen Plätzchenteig probieren darf – rein für die Qualitätskontrolle, versteht sich. Und irgendwie erwische ich mich dabei, dass ich auch Lust bekomme, dem Weihnachtsmann meinen Wunschzettel zu schicken. Also atme ich tief durch, lasse mich vom Zauber einfangen und erinnere mich daran, wie schön es ist, die Welt durch Kinderaugen zu sehen. Und sich von der Weihnachtsstadt mit ihren geschmückten Schaufenstern ins Land des Träumens entführen zu lassen. Und damit ihr auch eine möglichst entspannte Weihnachtszeit habt, habe ich mal wieder ca. 2,5 Sekunden überlegt und 5 Tipps für euch am Start.
- Die Probelieferung: Wenn die Kids partout nicht einschlafen wollen: einfach mal behaupten, der Weihnachtsmann mache heute eine Probe-Lieferung. Und wir müssen schnell schlafen, damit der Weihnachtsmann in Ruhe trainieren kann. Funktioniert erstaunlich gut.
- Die Keks-Rettungsstrategie: Falls die Kinder oder du selbst die Plätzchen vor dem 24. komplett vernichtet habt: schnell ein paar gekaufte Kekse auf ein mit Mehl bestäubtes Blech legen. „Kinder, schaut mal, die sind gerade frisch aus der Weihnachts-bäckerei eingetroffen!“ (Papa-Magie Level 3000.)
- Der Weihnachtsmarkt-Krisenknopf: Wenn die Kids auf dem Weihnachtsmarkt motzen, frieren oder meckern: sofort eine Zuckerwatte überreichen. Zuckerwatte ist das Schweizer Taschenmesser der Elternschaft.
- Der Hohoho-Fake-Anruf: Wenn’s richtig wild wird: Handy ans Ohr, leise nicken und sagen: „Ja, Weihnachtsmann, ich hör dich… ah, okay… das sag ich ihnen.“ Sofort benehmen sie sich wie in einer Live-Schalte zum Nordpol.
- Der Vorweihnachts-Aufräumzauber: Sag ihnen, der Boden müsse frei sein, „weil der Weihnachtsmann sonst stolpert“. Kinder sorgen plötzlich für mehr Ordnung als Marie Kondo auf Espresso.




