SPIELETIPPS – Spiele um Gemüse

 

Mit Essen spielt man nicht. Früher hätte das dazu geführt, die die Menschen hätten hungern müssen, heute belastet jedes Nahrungsmittel, das weggeworfen und nicht verzehrt wird, die Umwelt. Spielen wir also nicht mit dem, sondern um das Essen! Iris Treiber stellt solche Spiele vor.


Greek Salat

In den Griechischen Salat, auf Englisch „Greek Salat“ kommen Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln und Fetakäse. Wir haben sie bunt gemischt und in unterschiedlicher Anzahl auf unseren Karten. Reihum spielen wir eine aus, die von einer Zutat mindestens eine mehr enthalten muss als die zuletzt gelegte Karte. Auf Sonderkarten sind Salatschüsseln, die die Ablegenvorschrift von mehr zu weniger ändern, oder Küchenchefs, die erlauben, eine Zutat zu wählen. Wer zuerst keine Karte mehr hat, gewinnt das einfache, schnelle Ablegespiel für zwischendurch.

„Greek Salad“, Kartenspiel von Dror Shomrat, Huch, zwei bis sechs Personen ab sechs Jahren, etwa 8 Euro

 


Pumpkin Punch

„Pumpkim Punch“, englisch für „Kürbis-Schlag“, heißt so, weil es erstens in einen kleinen Plastikkürbis verpackt ist, auf den Karten immer zwei Speisen aus Kürbis, etwa Suppe oder Kuchen, zu sehen sind und wir in die Tischmitte schlagen. Alle 66 Karten werden verdeckt verteilt. Reihum decken wir immer eine auf und legen sie auf einen der drei Stapel in der Tischmitte. Sind dort drei gleiche Speisen, schlagen wir drauf. Die*der Langsamste muss alle Karten nehmen, es gewinnt, wer zuerst keine mehr hat. Mit einigen Sonderregeln durch Joker- und Geisterkarten ist „Pumpkin Punch“ ein lustiges Reaktionsspiel.

„Pumpkin Punch“, Reaktionsspiel, Game Factory,zwei bissechs Personen ab sechs Jahren, etwa 10 Euro

 


Chill & Chili

Tomaten, Blumenkohl, Mais… kaufen wir aus der Auslage. Haben wir drei gleiche, legen wir ein Beet an, das wir bewässern. Wir bekommen immer die Hälfte der Chips im Wasser und entscheiden uns dann, ob wir sie auf ihre Wasserseite zum Gießen oder auf ihre Münzseite zum Gemüse Kaufen legen. Wer zum Schluss die meisten Siegpunkte hat, gewinnt „Chill & Chili“. Schön. „Chill & Chili“ ist ein rundes, in sich schlüssiges, spannendes Karten-Sammelspiel.

„Chill & Chili“, Karten-Sammelspiel von Lenny Herbert, Schmidt, zwei bis fünf Personen ab acht Jahren, etwa 20 Euro


Popeye the Sailerman

Die 13 Bierdeckel tragen Bilder rund um „Popeye the Sailermann“, also den Seemann Popeye, der immer stärker wird, je mehr Spinat er isst. So spielen wir denn um Spinat und decken, wenn wir dran sind, Karten auf: Spinat bringt Punkte, Olivia verdoppelt sie, Brutus lässt sie verfallen und Popeye erlaubt uns, aufzuhören. Nur dann können wir unsere Punkte retten. „Popeye the Sailerman“ ist ein schnelles, einfaches, spannendes Kartenspiel, bei dem wir alles verlieren, wenn wir nicht rechtzeitig stoppen.

„Popeye the Sailerman“, Spiel mit Bierdeckeln von Andreas Schmidt, Pegaus, eine bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 8 Euro

 


Artischocken

„Artischocken“ ist ein Deckbauspiel, also ein Spiel, bei dem der eigene Kartensatz immer wieder durchspielt und erweitert wird. Das Ziel ist, die anfänglich zehn „Artischocken“-Karten mit Hilfe von Gemüsekarten zu „kompostieren“, also loszuwerden. Brokkoli: „Kompostiere eine Artischocke, wenn Du drei auf der Hand hast.“ Karotte: „Kompostiere die Karotte zusammen mit zwei Auberginen.“ Dann ziehen wir fünf Karten auf die Hand. Keine „Artischocken“ drunter? Hurra, gewonnen! „Artischocken“ ist schnell erklärt, flott gespielt und macht viel Spaß.

„Artischocken“, Deckbauspiel von Emma Larkins, Amigo, zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, etwa 9 Euro

 


Punktesalat

In den „Punktesalat“ kommen Zwiebeln, Möhren, Paprika, Salat, Kohl und Tomaten auf Gemüsekarten, die auf ihren Rückseiten Wertungspunkte tragen. Immer drei Wertungs- und sechs Gemüseseiten liegen aus. Reihum nehmen wir eine Wertungskarte oder alle Gemüsekarten einer Sorte, die wir später werten können. Wir brauchen einen guten Überblick und natürlich auch das Quäntchen Karten-Glück. „Punktesalat“ ist leicht zu spielen, nicht leicht zu gewinnen und macht richtig Spaß!

„Punktesalat“, Kartensammelspiel von Shawn Stankewich, Molly Johnson und Robert Melvin, Pegasus, zwei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 12 Euro