SPIELETIPPS – Rund ums Essen

 

„Mit Essen spielt man nicht“. Das verbietet sich im richtigen Leben aus gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten tatsächlich. Auf dem Spieltisch dagegen ist es erlaubt. Iris Treiber lädt unsere Leser*innen heute zum spielerischen Schmaus ein.


Fiesta Mexicana

Bei der „Fiesta Mexicana“, spanisch für Mexikanisches Fest, wollen wir den Gästen an unserem Tisch möglichst das servieren, was sie am liebsten mögen: Die Kinder essen nicht alles, die Jugendlichen viel von den Trendspeisen, die Senior*innen wollen es hübsch arrangiert. Was auf den Tisch kommt, muss ersteigert werden. Wir bieten mit den Nummern der Anrichteplätze auf dem Tisch, die sich, je nachdem, wie der Tisch liegt, ständig ändern. Zum Schluss gibt’s Punkte, und wer die meisten hat, gewinnt. „Fiesta Mexicana“ ist ein etwas anderes, gelungenes Versteigerungs- und Legespiel.

„Fiesta Mexicana“, Versteigerungs- und Legespiel von Christian Fiore und Knut Happel, Huch, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 25 Euro


Mozzaroller

Wir liefern mit unserem „Mozzaroller“ Pizza aus. Zuerst jedoch müssen wir die bestellten Zutaten erwürfeln: Mais, Pilze, Oliven, Ruccola, Champigons, Mozzarella. Dazu haben wir acht Würfel, die wir auf dem ausliegenden Pizzen passend einsetzen. Komplett belegte Pizzen bringen am Ende unseres Zugs Punkte, für jede unfertige, und das macht „Mozzeroller“ zu einem originellen Spiel, steht uns in unserem nächsten Zug ein Würfel weniger zur Verfügung.

„Mozzaroller“, Würfelspiel von Jeffrey D. Allers, Piatnik, eine bis vier Personen ab sieben Jahren, etwa 10 Euro


Silly Sausage

Dreh mich“, Drück mich“, „Zieh mich“, „Schüttel mich“, nur wenn wir, allein oder gemeinsam, möglichst vielen Anweisungen der „Silly Sausage“, englisch für Verrückte Wurst, folgen, gewinnen wir viele Punkte. Und zwar in drei Varianten: „Hot Dog“: Wie oft schaffen wir’s? Curry Wurst:  Wer einen Fehler macht, scheidet aus. „Bockwurst“: Wer kann die Anweisungen aus dem Gedächtnis nachspielen? „Silly Sausage“ ist ein lustiges, schnelles Reaktionsspiel mit einer rund 35 Zentimeter langen Plastik-Wurst.

„Silly Sausage“, Party-Spiel, Spinmaster, eine und mehr Personen ab sechs Jahren, etwa 12 Euro


Café Fatal

Käse-, Pizza-, Tortenstück – wonach ist uns heute? Das hängt davon ab, wie die Speisen auf den Tischen verteilt sind und was wir würfeln. Denn wir dürfen unsere Würfel nur auf den oder rund um die Tische ablegen, die die gleiche Augenzahl tragen. Wer zum Schluss die meisten Würfel auf einem Tisch hat, bekommt die Speise und Punkte. Wer zum Schluss fünf Stücke zu einem Käserad, einer Pizza oder einer Torte zusammenlegen kann, bekommt Sonderpunkte, und wer die meisten hat oder wer zufällig eine komplette Torte schafft, gewinnt.

„Café Fatal“, xxxvon Brett J. Gilbert und Trevor Benjamin, Zoch, drei bis fünf Personen ab acht Jahren, etwa 20 Euro


Kitchen Rush

Was für eine Aufregung beim „Kitchen Rush“, englisch für etwa Küchentempo. Wir wollen mithelfen, das gemeinsame Restaurant erfolgreich zu bewirtschaften: Gäste empfangen, Freigetränke ausgeben, einkaufen, Kräuter ziehen, Waren transportieren, einlagern, Kochzeit einhalten, anrichten, Geschirr spülen. Auch VIP-Gäste mit ganz besonderen Bedürfnissen sollen zufrieden sein. Geregelt wird das durch acht Sanduhren, und besonders wer schnelle, hektische Spiele mag, ist hier richtig und wird begeistert Wirt und Koch sein.

„Kitchen Rush“, kooperatives Echtzeit-, Hektik- und Taktikspiel von Dávid Turczi und Vangelis Bagiartakis, Pegasus, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 40 Euro


Ramen Ink

Bei „Ramen Ink“ haben Gäste „Ramen“ mit vier verschiedenen Beilagen bestellt. Ink ist das englische Wort für Tinte. Insgesamt acht verschiedene Schalen mit der japanischen Nudelsuppe gibt’s. Wir versuchen, die Beilagen, die wir über Beilagen-Karten bekommen, so auf nebeneinander liegende Schalen zu verteilen, dass viel passt. Das zeichnen wir auf einen Block ein und es bringt Punkte. Die Schalen werden nach und nach serviert, und wer zum Schluss die meisten Punkte hat, gewinnt.

„Ramen“, Papier- und Bleistift-Spiel von Daryl Chow, Jumbo, zwei bis fünf Personen ab acht Jahren, etwa 13 Euro