SPIELETIPPS ab 4 Jahren

 

Vierjährige lernen normalerweise recht einfach, nach Regeln zu spielen, oder sie können es bereits. Bei manchen Spielen brauchen sie die Unterstützung von Erwachsenen, manche können sie alleine spielen. Iris Treiber stellt unseren Leser/-innen heute Spiele für diese Altersklasse vor.


Hexe, Tier… wer fehlt denn hier?

Wir haben 24 Karten, auf denen eine Hexe auf einem Besen reitet. Mit dabei sind Eule, Spinne, Katze, Maus, Frosch und/oder Hahn. Welche Tiere würfeln wir mit unseren beiden Tierwürfeln? Schnell suchen wir die Karten mit diesen Tieren heraus und drehen sie um. Wer zuerst alle umgedreht hat, bekommt Karten von den anderen. Wer zum Schluss die meisten Karten hat, gewinnt das Spiel. „Hexe, Tier … wer fehlt denn hier?“ ist ein schnelles, einfaches, schön gezeichnetes Würfelspiel, bei dem wir Würfelglück brauchen.

„Hexe, Tier … wer fehlt denn hier?“, Würfelspiel von Marina Zlochin, Amigo, zwei bis vier Personen ab vier Jahren, etwa 7 Euro


Drachenschreck

Wer ist der größte „Drachenschreck“ und befreit die meisten Burgbewohner*innen aus den Klauen des roten, blauen, gelben und lilafarbenen Drachens? Die oder der gewinnt. Wir haben vier Farbwürfel, erzielen wir eine Drachenfarbe, können wir seinen Gefangenen eventuell retten. Würfeln wir schwarz, können wir es nochmal probieren. Doch Vorsicht: Wenn wir dann keine Drachenfarbe würfeln, wird überhaupt niemand gerettet. „Drachenschreck“ ist ein flottes, kleines Zockerspiel für zwischendurch.

„Drachenschreck“, Würfel-Zockerspiel von Benjamin Schwer, Haba, zwei bis vier Personen ab vier Jahren, etwa 7 Euro


Kippelkönig

Kippelkönig Leo sitzt auf seinem Silberschatz, und zwar in Form eines kleinen Spielplans, der auf lauter Silbersäulen gelagert ist. Die sehen wir zwar nicht, wollen sie aber klauen. So schieben wir immer mindestens eine blind  mit einem Stäbchen unter dem Spielplan vor. Schaffen wir es, ohne dass der Plan kippt und Leo umfällt, haben wir alle gewonnen. Wer den Plan zum Kippen bringt, wird mit einer faulen Tomate bestraft, wer zuerst zwei davon hat, wird aus dem Schloss geworfen… „Kippelkönig“ ist ein einfaches, kurzes Geschicklichkeitsspiel mit Glückselementen.

„Kippelkönig“, Geschicklichkeitsspiel von Heinz Meister, Haba, zwei bis vier Personen ab vier Jahren, etwa 9 Euro


Das kunterbunte Igelrennen

Das kunterbunte Igelrennen“ geht über mehrere Felder. Vorwärts kommen wir immer so viele, wie wir Beeren in der Farbe, die wir erwürfelt haben, auf dem Rücken tragen. Niedlich! Die Igel haben eine gute Greifgröße für Kinderhände und jeweils vier Löcher, in die wir Beeren in vier Farben stecken. Das alles macht Kindern richtig viel Spaß.

„Das kunterbunte Igelrennen“, Würfel-Zugspiel von Anna Oppolzer und Stefan Kloß, Schmidt, zwei bis vier Personen ab vier Jahren, etwa 24 Euro


Viva Montanya

In „Viva Montanya“, katalanisch für etwa „Es lebe der Berg“ sammeln wir gemeinsam Abfall auf, bevor der Schnee schmilzt. Zwischen Skiort und Tal liegen Streifen, die auf der Vorderseite verschneit sind und Tiere, die mit Abfallplättchen abgedeckt sind, tragen. Finden wir das erwürfelte Tier? Prima, dann kommt der Abfall weg. Würfeln wir die Sonne, drehen wir einen Streifen auf seine grüne Wiesen-Rückseite. Ist alles rechtzeitig entsorgt, gewinnen alle gemeinsam.

„Viva Montanya“, kooperatives Würfel-Gedächtnisspiel, Bioviva/Game Factory, zwei bis sechs Personen ab vier Jahren, etwa 20 Euro


Das Farbenmonster

Ist „Das Farbenmonster“ heute voller Liebe (rosa), Freude (gelb), Angst (schwarz), Wut (rot), Traurigkeit (blau) oder Gelassenheit (grün)? Oder geht es bei seinen Gefühlen drunter und drüber (bunt)? Das sagt uns der Würfel, mit dessen Hilfe wir „Das Farbenmonster“ durch die Gefühle bewegen. Zu jedem Gefühl erzählen wir, wann wir es erlebt haben oder was uns daran erinnert. Gelingt es uns, von den verdeckten Glasflaschen-Plättchen das umzudrehen, das zum Gefühl passt? Dann konnten wir dem Farbenmonster helfen, seine Gefühle zu klären. „Das Farbenmonster“-Spiel beruht auf dem gleichnamigen Buch von Anna Llenas. Die Idee ist gut, allerdings brauchen kleinere Kinder hier Unterstützung.

„Das Farbenmonster“, kooperatives Spiel um Gefühle von Anna Llenas, Joep M. Allué und Dani Gómez, Huch, zwei bis fünf Personen ab vier Jahren, etwa 30 Euro