Spazieren und Radfahren im Wald hat gesundheitsfördernde Wirkung

Wer sich im Landkreis Karlsruhe im Wald bewegt, tut etwas für seine Gesundheit. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass sich Spaziergänge im Wald positiv auf Herz, Immunsystem und Psyche auswirken. „Unser Wald ist Medizin für den Menschen und dabei nicht einmal verschreibungspflichtig“ berichtet Dr. Bernhard Peichl, Leiter des Forstamts im Landratsamt Karlsruhe: „Bei Fragen zum Wald können sich Waldbesucher vertrauensvoll an ihre Försterin oder Förster vor Ort wenden. Die Forstexperten kennen den Wald und stehen gern mit Rat und Tat zur Seite“.

„Der Wald verspricht Ruhe und Erholung und hilft uns, Belastungen wie Stress, Ängste und Aggressionen besser zu bewältigen. Dabei ist es nicht mal notwendig, sich körperlich besonders anzustrengen“, so Dr. Peichl weiter. Schon ein gemütlicher Spaziergang reiche aus. „Bei uns im Landkreis Karlsruhe halten die kommunalen Waldbesitzer und das Land Baden-Württemberg rund 2.000 Kilometer befahrbare Waldwege in Stand, die Fußpfade nicht eingerechnet. Sie eröffnen so den zahlreichen Waldbesuchern und Sportreibenden einen einfachen, bequemen und darüber hinaus kostenlosen Zugang zu diesem wunderbaren Erholungsraum“, ergänzt der Forstamtsleiter.

Baden-Württemberg ist mit einer Fläche von rund 1,4 Millionen Hektar Wald, das entspricht 39% der Fläche, eines der waldreichsten Länder bundesweit. Bis zu zwei Millionen Menschen nutzen ihn täglich zur Erholung und zu Freizeitaktivitäten und machen ihn damit zur beliebtesten öffentlichen Freizeiteinrichtung in Baden-Württemberg

Die japanische Regierung erkannte bereits 1982 die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes und prägte den Begriff des Shinrin-Yoku: „Waldbaden“. Der Aufenthalt im Wald wirkt wie eine Art Aromatherapie. Insbesondere durch das Einatmen der ätherischen Öle, die die Bäume in die Luft abgeben, werde das Immunsystem gestärkt. Die gesundheitsfördernde Wirkung ist wissenschaftlich belegt: der japanische Forscher Yoshifumi Miyazaki verglich die Menge des Stresshormons Cortisol sowie Blutdruck und Herzfrequenz bei einem Spaziergang in der Stadt oder im Wald. Ein Ergebnis der Studie: Der Cortisolspiegel im Speichel der Probanden war beim Waldspaziergang um 12,4 Prozent niedriger als bei der Vergleichsgruppe.

Weitere Informationen zum Thema Wald finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr-bw.de sowie auf den Seiten des Landesbetriebs ForstBW unter www.forstbw.de