Offensive gegen Energie-Engpass

Städte und Stadtwerke der Region schließen sich zu einem EnergiePakt zusammen:

20 Prozent Energie soll gespart werden

Die Energiekrise beherrscht die Schlagzeilen: Aufgrund verminderter Gaslieferungen aus Russland und durch ein extremes Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage könnte im Winter eine Gasmangellage entstehen. Ein Blick auf die Fakten zeigt: Das Angebot an Erdgas ist auf dem Weltmarkt gesunken, gleichzeitig stieg die Nachfrage. In der Folge ist der Preis um 480 Prozent gestiegen. Auch der für Strom stieg um 337 Prozent. Nun droht die Situation, dass bei den kommenden kalten Wintertagen einfach zu wenig Erdgas zur Verfügung steht. 

Gemeinsam Stärke und Zusammenhalt zeigen für die Region

Mit dem Ziel alle Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, um die Auswirkungen der Energiekrise für die Menschen und Unternehmen vor Ort abzumildern, rief der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup noch Ende August zusammen mit den Stadtwerken Karlsruhe den sogenannten EnergiePakt ins Leben. Eine Initiative, der sich die Städte Baden-Baden, Rastatt, Ettlingen, Rheinstetten, Bruchsal und Bretten sowie zahlreiche weitere Partner angeschlossen haben. 

Ziel der Initiative ist es, dem Aufruf der Bundesregierung, 20 Prozent Energie einzusparen, zu folgen. Mit dem EnergiePakt soll ein Zeichen des Zusammenhaltes gesetzt und ein Bewusstsein für Energie und den Energieeinsatz eines jeden und einer jeden Einzelnen geschaffen werden. Im Rahmen des EnergiePakts wird es viele Aktionen geben, die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch effektive Verbrauchsreduzierungen die negativen Folgen der Energiekrise durch vermeintlich kleine aber auch große Maßnahmen abgemildert werden können. 

Zahlreiche Maßnahmen für das 20-Prozent-Ziel

Die einzelnen Städte werden Vorträge, Beratungen und konkrete Hilfestellungen zum Thema anbieten. Aber auch Botschafter*innen an Schulen, in Vereinen, Energieberatungen im Rahmen von Veranstaltungen, und Experten-Interviews informieren und sensibilisieren für das Energiesparen. Zudem bietet die Internetseite www.swka.de/energie-pakt-ka zahlreiche Hilfestellungen und Tipps zum Thema, informiert und erklärt die Hintergründe der Energiemarktsituation und weist auf Beratungs- und Hilfsangebote hin. Eine Energiespar-Challenge soll dazu aufrufen, die 20 Prozent auch zu erreichen. Als Anlaufstelle für die Menschen in der Region dient zudem ein Energy-Mobil. Geschulte Energieberater*innen sind an Bord und stehen Rede und Antwort, erklären die politischen Sachverhalte und Hintergründe der Energiekrise und geben Tipps zum Energiesparen und zur Kostensenkung. Wann sich das Energy-Mobil wo aufhält, wird auf der Internetseite bekannt gegeben.

Einig sind sich die Initiatoren des EnergiePakts, dass vor den Menschen in der Region keine einfache Zeit liege. Aber gemeinsam hat die Region die Stärke, viel Positives zu bewegen. „Die Energiekrise stellt uns vor einzigartige Herausforderungen. Aber Karlsruhe und die Region sind auch einzigartig“, so Dr. Frank Mentrup zuversichtlich.

Alle Infos unter:

www.swka.de/energie-pakt-ka