Kindermobilität: „Ich kann das!“

Zu Fuß, mit dem (Lauf-)Rad oder dem Tretroller unterwegs – der Arbeitskreis „Kinder, Mobilität und Verkehr“ setzt sich seit vielen Jahren für nachhaltige Kindermobilität in Karlsruhe ein.

Foto: ©Stadt Karlsruhe | Boris Burghardt

Der vom städtischen Kinderbüro koordinierte Arbeitskreis „Kinder, Mobilität und Verkehr“ nimmt den Blickwinkel von Kindern und ihren Interessen zu diesen Themen ein. Die eigenständige und sichere Mobilität von Kindern in Karlsruhe ist das Ziel. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit Fragen und Ideen rund um Schul- und Kindergartenwege; die Stadt aus Kindersicht; Bewegung, Gesundheit und Umweltaspekte; Sicherheit oder Selbstständigkeit. 

Menschen aus unterschiedlichen städtischen Fachämtern (Gartenbauamt, Liegenschaftsamt, Ordnungs- und Bürgeramt, Schul- und Sportamt, Sozial- und Jugendbehörde, Stadtplanungsamt, Umwelt- und Arbeitsschutz), einer Vertretung der Karlsruher Schulen, der Verkehrsunfallprävention des Polizeipräsidiums, des Karlsruher Verkehrsverbunds und der Mobilen Spielaktion (Stadtjugendausschuss e.V.) bringen ihr Fachwissen, ihre Erfahrungen sowie Kompetenzen ein und arbeiten zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, gute Bedingungen für die selbstständige Mobilität von Kindern zu schaffen und diese zu fördern.

So gibt es zum Beispiel für jede Grundschule Schulwegpläne, die die sicheren und geprüften Fußwege aus der Wohnumgebung der Kinder zur Schule zeigen.

Ein Kinderstadtplan unterstützt Kinder, ihre Stadt selbstständig zu entdecken und ermutigt sie, ihr Umfeld neu zu erkunden. Der Plan enthält Übersichtskarten von allen Karlsruher Stadtteilen mit kindgerechten Kartensymbolen und informiert über Freizeitangebote für Kinder oder Familien.

Die Prüfung und Einrichtung von „Elternhaltestellen“ – nahe einer Schule oder Kindertagesstätte – zählt ebenfalls zur Förderung der eigenständigen Bewegung von Kindern, auch wenn diese einmal mit dem Auto zur Schule oder Kita gefahren werden. Durch die Nutzung dieser speziellen Haltestellen soll ein Verkehrschaos direkt vor den Einrichtungen vermieden werden, welches die Wege für die Kinder unübersichtlich und gefährlich macht, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. 

Verschiedene Verkehrspräventions- und Bewegungsprogramme unterstützen Schulen und Kitas dabei, das wichtige Thema Kindermobilität frühzeitig spielerisch und gleichzeitig zielgerichtet in den Einrichtungen zu stärken.

Das Modell „Peditram“ kann von Schulen genutzt werden, um zum Schuljahresanfang Eltern oder Großeltern zu motivieren, eine Art Laufgemeinschaft mit Kindern aus der gleichen Wohngegend zu gründen. An festgelegten „Haltestellen“ können sich Kinder zu Fuß anschließen. Begleitet werden sie von engagierten Erwachsenen.

Die eigenständige Fortbewegung von Kindern auf dem Schulweg oder die Begleitung von Kindern auf dem Weg zur Kita an der frischen Luft hat verschiedene positive Effekte, wie zum Beispiel: die Stärkung von Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, mehr soziale Kontakte mit Gleichaltrigen, die Steigerung von Gesundheit und Konzentrationsfähigkeit oder die Stärkung motorischer Kompetenzen. Kinder erfahren den eigenen Lebensraum direkt – auf ihrer Augenhöhe – und entdecken ihre unmittelbare (Wohn-)Umgebung. Zudem lernen sie wichtige Verkehrsregeln, üben diese ein und werden so in ihrer Alltagsmobilität gestärkt.

Die Beispiele zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, Kindermobilität in Karlsruhe zu fördern. Wichtig sind hierfür das Bewusstsein und die Unterstützung von Erwachsenen. 

Mehr Informationen können im städtischen Kinderbüro erfragt werden, per Mail an: kinderbuero@karlsruhe.de oder telefonisch unter: 0721 133 5111


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