Verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten

AOK-Studie zu Antibiotikaresistenzen

Bild: AOK

Seit der Entdeckung der Antibiotika vor mehr als 100 Jahren haben sie Millionen von Menschen das Leben gerettet. Antibiotika töten krankmachende Bakterien oder können ihre Vermehrung so weit hemmen, dass der Körper mit dem Infekt selbst fertig wird. Doch jeder Einsatz dieser Arzneimittel kann auch zum Verlust der Wirksamkeit führen: Die widerstandsfähigeren (genetisch veränderten) Bakterien überleben und vermehren sich. „Weltweit nehmen diese Antibiotika-Resistenzen zu. Ein verantwortungsvoller und gezielter Einsatz von Antibiotika wird daher immer wichtiger“, sagt Petra Spitzmüller, Geschäftsführerin der AOK Mittlerer Oberrhein.

Sie weist darauf hin, dass Kinder möglichst nur Antibiotika einnehmen sollten, die auch für Kinder zugelassen sind. Bei der Einnahme müssen die ärztlichen Vorgaben und die auf das jeweilige Kind angepasste Dosierung eingehalten werden. Zur besseren Einnahme gibt es für Kinder Antibiotika in der Form von Trockensäften, die selbst zubereitet werden. Zubereitung, Lagerung und Verabreichung des Antibiotika-Saftes müssen unbedingt nach Vorgabe der Verpackungsbeilage erfolgen.

„Weil zunehmende Antibiotikaresistenzen die Gesundheitsversorgung gefährden, hat die AOK-Gemeinschaft unter Federführung der AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit dem IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung und mit Unterstützung des Umweltbundesamtes eine Pilotstudie zur ökologischen Nachhaltigkeit in der Antibiotikaversorgung gestartet“, informiert Spitzmüller. „Die Ergebnisse der Studie bestätigen eine enorme Belastung der Produktionsabwässer und umliegender Gewässer mit antibiotischen Wirkstoffen.“

Verbraucher können dazu beitragen, Umwelt und Gesundheit zu schützen: „Wenn im Beipackzettel nicht anders beschrieben, sollten nicht genutzte Antibiotika im Restmüll entsorgt werden“, so Spitzmüller. „Um das Abwasser nicht zu belasten, dürfen sie niemals über die Toilette oder das Waschbecken entsorgt werden. Aus diesem Grund sollten auch Glasbehälter, in denen sich Arzneimittelreste befinden, nicht ausgespült werden.“

Weitere Informationen unter: www.gesundegesellschaft.de/arzneimittel  + www.kindergesundheit-info.de


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