SPIELETIPPS – Würfelspiele

Würfelspiele in ihrer ursprünglichen Form sind meist reine Glücksspiele. Bei den späteren Spielen kann dem Glück häufig mit Taktik etwas nachgeholfen werden. Es kann jedoch auch einfach Spaß machen, unbekümmert zu würfeln. Iris Treiber stellt unseren Leser*innen heute einige Würfelspiele vor.

 

 

 


Caracho

Per Karten wetten wir beim Auto-Rennen in der Wüste verdeckt auf den Sieger. Vorwärts kommen die Autos, indem wir mit „Caracho“ unsere insgesamt 16 Symbolwürfel mit Helm, Schraubenschlüssel, Lenkrad … einsetzen. Reihum nehmen wir drei Würfel, würfeln sie und ordnen zwei davon je einem Auto zu. Sobald bei einem Auto zwei gleiche Symbole liegen, wird dieses je nach seiner Position auf der Rennstrecke nach vorne gezogen. Achtung, ein Auto, das im Fluss steckt, kann nur mit drei gleichen Symbolen bewegt werden. Wer schafft es, seine Würfe so zu verwenden, dass sie*er die Wette in diesem spannenden, taktischen Würfelspiel gewinnt?

„Caracho“, Würfel-Rennspiel von Anja Dreier-Brückner und Liesbeth Bos, moses, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 17 Euro

 

 


Chili Dice

Chili Dice, englisch für Chili-Würfel, ist eine Kniffel- oder Yahtzee-Variante mit zwei neuen Elementen: Unsere schwarzen Augenwürfel tragen auf fünf Seiten weiße und auf einer Seite rote Augen. Zweitens haben wir insgesamt genau 30 Würfe zur Verfügung, um Punkte bei zehn Aufgaben zu bekommen. Wir werten Einer, Zweier, …, Sechser, Straße, Pasch, die roten Seiten. Reihum würfeln wir, nutzen dann entweder die roten Augen als Joker oder wir werten. Wie wir unsere 30 Würfe aufbrauchen, ist uns überlassen. Haben alle 30mal gewürfelt, gewinnt das vertraute, spannend veränderte Würfelspiel, die meisten Punkte hat.

„Chili Dice“, Würfelspiel von Andy Daniel, Amigo, eine bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 11 Euro

 


It’s gettin‘ dicey

Es wird riskant, aber nur ein bisschen, bei diesem Würfelspiel, auf Englisch „It’s gettin‘ dicey“. Wir haben je einen roten, gelben und blauen Augenwürfel und dazu Aufgaben: Rot + Blau = Gelb, Gelb + Rot = 11, Rot < Blau < Gelb … Wir würfeln gleichzeitig, wer ein Ergebnis erzielt, schnappt sich die Aufgabenkarte. Wer zuerst sieben hat, gewinnt das flotte, einfache Würfelspiel für Zwischendurch.

„It’s gettin’dicey“, Würfel-Reaktionsspiel von Ken Gruhl, Spinmaster, zwei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 14 Euro

 

 


Wurf & weg

Wer zuerst keine Würfel mehr hat, gewinnt die Runde. Unser Bierdeckel legt fest, welches der Symbole wir nach rechts oder links zur*m Nachbar*in geben dürfen und welches in die Mitte zum Supersymbol-Bierdeckel kommt. Wir würfeln immer alle gleichzeitig, bis jemand würfelfrei ist. Der das dreimal geschafft hat, gewinnt das schnelle, lustige Reaktionsspiel.

„Wurf & weg“, Würfel-Reaktionsspiel von Andreas Schmidt, Haba, zwei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 11 Euro

 

 


Würfel-WG

Ab in die „Würfel-WG“ mit dem Känguru von Marc-Uwe Kling. Dummerweise putzen sich Bad und füllen sich Kühlschrank nicht von alleine … Wer in die „Würfel-WG“ einzieht, hängt von den Würfelergebnissen ab. Normale Mitglieder bringen Vorteile, Störenfriede stören naturgemäß. Je nach Zustand der Wohnung würfeln wir mit drei bis sieben Würfeln, manchmal mehrmals und das Känguru ist natürlich ein Joker. Erledigen unsere Mitbewohner*innen die Aufgaben so gut, dass wir 16 Schnapspralinen zusammenbekommen und das freundliche Würfelspiel gewinnen?

„Würfel-WG“, Würfelspiel nach Marc-Uwe Kling von Johannes Krenner und Alexander Pfister, Kosmos, zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, etwa 14 Euro.

 

 


Würfelland

In „Würfelland“ gibt es Farbwürfel mit sechs Farben und auf eigenen Spieltafeln jeweils insgesamt 25 Bereiche aus Feldern in diesen Farben. Elf Felder sind als Schatzfelder markiert. Reihum würfeln wir, wählen Würfel einer Farbe, kreuzen entsprechende Felder an. Der Rest unseres Wurfs steht den anderen zur Verfügung. Vorsicht, würfeln wir unsere Wunschfarbe zu oft, verfällt alles! Es gewinnt das gelungene Würfelspiel, wer zuerst neun Schatzfelder markiert hat. Schön ist, dass immer alle beteiligt sind.

„Würfelland“, Würfelspiel von Andreas Spies und Reinhard Staupe, Nürnberger Spielkarten-Verlag, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 10 Euro