SPIELETIPPS – Würfelspiele

 

Jeder kennt sie, viele mögen sie: Würfelspiele. Klassisch gesehen sind es Spiele, in denen wir vom Zufall abhängen. Inzwischen gibt es auch viele Würfelspiele, bei denen wir taktisch oder geschickt vorgehen müssen. Iris Treiber stellt eine Auswahl vor.


Kanonen und Dublonen

In „Kanonen und Dublonen“ sind wir Pirat*innen und wollen die meisten Goldmünzen, also Dublonen, auf den drei Schatzinseln einsammeln. Verdeckt legen wir fest, zu welcher Insel wir segeln. Haben wir richtig eingeschätzt, dass wir dort dann allein sind, bekommen wir alle Dublonen. Sind noch andere Schiffe da, tragen wir einen Würfelkampf aus: Wer würfelt Kanonen und vertreibt die anderen? Wer zum Schluss die meisten Dublonen hat, gewinnt das kleine, spannende und schön ausgestattete Spiel.

„Kanonen und Dublonen“, Würfel- und Einschätzspiel von Michael Schacht, Pegasus, zwei bis vier Personen ab sechs Jahren, etwa 11 Euro

 


Super Wash

Nach der Superwäsche, auf Englisch “Super Wash” klammern wir 18 kleine Wäschestücke an. Welche, geben uns Karten vor, die wir ganz schnell nacheinander aufdecken. Zeitgleich würfelt eine*r mit dem Wetterwürfel und will sechs Regenwolken würfeln. Oder, wenn eine Regenschirm-Karte aufgedeckt wird, sechs Winde oder, bei der Trockner-Karte, sechs Blitze. Wie viele Wäschestücke schaffen wir, bevor sie*er das schafft? Wer am meisten aufhängt, gewinnt das lustige, schnelle, einfacher Würfel- und Reaktionsspiel.

„Super Wash“, Würfel- und Reaktionsspiel von TREO game designers, Huch, zwei bis vier Personen ab sechs Jahren, etwa 23 Euro

 


Milestones

Bei „Milestones“, englisch für „Meilensteine“, lösen wir kooperativ und ohne zureden geheime Aufgaben: drei gleiche Zahlen würfeln, bestimmte Farben nicht würfeln… Wenn wir dran sind, entscheiden wir, welche Würfel aus dem Ergebnis des*r letzten Spieler*in wir neu würfeln und welche wir liegen lassen, weil sie unserer Aufgabe entgegenkommen. Wir beobachten also genau, was andere beiseitelegen. Was ist nun besser: Diese Würfel weiterreichen oder die eigene Aufgabe angehen? Dieser ständige Konflikt macht „Milestones“ zu einer spannenden Herausforderung.

„Milestones“, kooperatives Würfelspiel von Daniela und Christian Stöhr, Amigo, zwei bis fünf Personen ab acht Jahren, etwa 12 Euro


Raffzahn

Insgesamt 40 durchnummerierte Plättchen mit einem bis sieben Zähnen gibt es bei „Raffzahn“. Reihum würfeln wir mit zwei Augen- und einem Sonder-Würfel mit einer Seite mit einem faulen Zahn. Wir wollen „Raffzahn“-Plättchen mit möglichst vielen Zähnen erwürfeln. Theoretisch darf bis zu dreimal gewürfelt werden, kommt jedoch ein fauler Zahn, ist alles futsch. Also: Lieber mit weniger aufhören oder einen Fehlwurf riskieren und leer ausgehen im spannenden „Raffzahn“?

„Raffzahn“, Würfelspiel von Reiner Koltze, Schmidt, drei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 11 Euro

 


Rolling Dice

Schaffen wir es, bei „Rolling Dice“, englisch für „würfeln“, unseren zweiten Würfel auf der Eisfläche weiter zu werfen oder ein höheres Ergebnis damit zu erzielen? Dann bekommen wir Punkte, und zwar abhängig von der Augenzahl und davon, wie weit die anderen gewürfelt haben. Zusatzpunkte gibt’s, wenn wir die Fischernetze treffen. Rutschen unsere Würfel vom Eis, gehen wir leider leer aus. Wer zuerst 100 Punkte hat, gewinnt das etwas andere Würfelspiel.

„Rolling Dice“, Geschicklichkeits-Würfelspiel von PAKK-Team, Abacusspiele, zwei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 25 Euro

 


Zombie Teenz Evolution

In „Zombie Teenz Evolution“ bringen wir vier Zutaten in die Schule, um die Zombies in Menschen zu verwandeln. Das geschieht in Missionen: „Gewinnt ein Spiel, in dem kein Gebäude erobert wird, in dem der Hund eine Zombiehorde in einem Gebäude angreift, zu zweit, …!“. Klappt’s, gibt es einen Pokal ins Spielebuch. Nach und nach entwickelt sich das Spiel weiter, die Missionen, Regeln, Fähigkeiten … werden mehr. Das alles fügt sich ganz wunderbar und spannend ineinander.

„Zombie Teenz Evolution“, Entwicklungs-Spiel von Annick Lobet, Asmodee/Scorpion Masqué, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 24 Euro