SPIELETIPPS – Solo-Spiele

 

Wir leben in einer Zeit der Herausforderungen. Dazu gehört seit vielen Monaten, dass wir immer wieder in Situationen kommen, etwas alleine zu machen. Iris Treiber stellt unseren Leserinnen und Lesern heute Spiele vor, die auch von einer Person gespielt werden können. 


Escape the Labyrinth

Der Titel verrät es: Wir sind in Anlehnung an den Spieleklassiker „Das geheimnisvolle Labyrinth“ unterwegs, und zwar alleine oder kooperativ. Allerdings: Es ist kein Escape-Spiel! In unserer Auslage haben wir 7×7 quadratische Karten mit Teilstücken von Wegen und mit Märchensymbolen. Um ein Teilstück so zu drehen, dass wir weiterziehen können, müssen wir ein einfaches Rätsel lösen. Haben wir dreimal falsch geraten, haben wir verloren. Wahrscheinlicher aber ist, dass wir richtig raten, im Labyrinth zwei Schlüssel einsammeln und zum Tor zu kommen. „Escape the Labyrinth“ ist ein einfaches Spiel für jüngere Grundschulkinder.

„Escape the Labyrinth“, Rätsel-Knobelspiel von Kai Haferkamp, Ravensburger, eine bis vier Personen ab sechs Jahren etwa 7 Euro


Fertig

Wenn wir es vor lauter Sehnsucht nach dem Büro im Homeoffice nicht mehr aushalten, können wir „Fertig“ probieren und Akten-Karten mit den Nummern 1 bis 48 sortieren. Wie, geben uns die Karten vor, es geht um kluges Ablegen, Nachziehen, Stapeln, Tauschen, Verschieben … Wer zu schnell seine Kaffeejoker aufbraucht, muss nochmal von vorne anfangen.

„Fertig“, Taktik-Kartenspiel von Friedemann Friese, 2F-Spiele, 1 Person ab zehn Jahren, etwa 15 Euro


Monster Expedition

Wir sind Monstro-log*innen und wollen legendäre Monster mit Hilfe unsere Würfel fangen. Nach und nach kommen immer mehr ins Spiel. Zum Glück haben wir auch immer mehr Würfel. Schaffen wir es, so viele mit hohen Werten zu erwürfeln, dass nur noch acht in der Wildnis-Auslage unterwegs sind? Dann haben wir die erste von zehn Expeditionen in der Solo-Variante gewonnen. In Expedition 10 dürfen gar keine mehr liegen … „Wir können Monster Expedition“ auch gegeneinander spielen. Dann bringen uns die gefangenen Monster Siegpunkte, und wer die meisten hat, gewinnt. „Monster Expedition“ ist im Grunde ein Würfelspiel, bei dem wir um Karten gewürfelt wird. Die einzelnen Elemente greifen so ineinander, dass wir nicht nur Glück, sondern auch eine Taktik brauchen. Schön.

„Monster Expedition“, Würfel-Strategie-Spiel von Alexander Pfister, Amigo, eine bis vier Personen ab zwölf Jahren, etwa 22 Euro


Dot To Dot

„Dot to Dot“, englisch für „Punkt zu Punkt“, ist ein klassisches Knobelspiel. Wir haben 80 Aufgabenkarten mit weißen Quadraten und Punkten. Dazu gibt’s sechs verschiedene transparente Bausteine, die allerlei Linien tragen. Unsere Aufgabe ist, diese Steine so auf den Quadraten zu platzieren, dass wir die Punkte mit einer einzigen Linie verbunden haben. Schön und ganz schön knifflig, und wir wachsen mit den Aufgaben …

„Dot To Dot“, Logik-Knobelspiel von Brett J. Gilbert, moses, eine Person ab acht Jahren, etwa 15 Euro

Pocket Quiz Gedächtnistraining

Im „Pocket Quiz Gedächtnistraining“ üben wir Mnemotechniken, das sind Gedächtnis-Methoden, auf 50 Karten: Zahlen merken wir uns, indem wir sie mit Bildern assoziieren, Reihenfolgen mit der „Loci“-Methode, bei der wir das zu Merkende an einen vertrauten Weg knüpfen, Jahreszahlen, indem wir Ereignisse in diesen Jahren erinnern. Schön für alle, die sich zwischendurch sinnvoll und spielerisch beschäftigen wollen.

„Pocket Quiz Gedächtnistraining“, Merkspiel von Elke Vogel, moses, eine und mehr Personen ab zwölf Jahren, etwa 6 Euro

5er finden

Basis dieses Spiels sind individuelle Spielpläne, die aus quadratischen Feldern mit sechs verschiedenen Symbolen bestehen. Die gleichen Symbole gibt’s auf fünf Würfeln. Nach jedem Wurf wollen wir auf dem Spielplan einen „5er finden“, also eine Figur aus fünf Feldern. Zwölf solcher Figuren, sie heißen Pentominos, gibt’s. Wie viele Pentominos entdecken wir? Und werden wir immer besser? Gar nicht so einfach, aber spannend. Im Spiel gegeneinander gewinnt, wer die meisten findet. Allerdings sollten nur etwa gleichstarke Spieler*innen mitmachen, die Langsameren sind hoffnungslos verloren.

„5er finden“, Formensuchspiel von Jürgen P.K. Grunau, Haba, eine bis vier Personen ab sieben Jahren, etwa 13 Euro