SPIELETIPPS – Papier- und Stift-Spiele

 

Ab etwa 2014 kommen vermehrt Spiele auf den Markt, die auf einem Spielblock mit Stift gespielt werden. Die Nachteile: Die Blöcke müssen nachgekauft oder kopiert werden und die Symbole auf den Blöcken sind manchmal sehr klein gedruckt. Der Vorteil: Die Spiele haben wenig Material und sind meist sehr gelungen. Iris Treiber stellt heute einige vor.


Knister

„Knister“ war bereits 2007 als „Würfelbingo“ sehr erfolgreich. Reihum würfeln wir mit zwei Würfeln und tragen das Ergebnis beliebig in unser eigenes 5×5-Raster ein. Das Ziel des super einfachen und super gelungenen, kurzweiligen Spiels für zwischendurch: In den Reihen, Spalten und den Diagonalen am Ende möglichst viele gleiche Zahlen oder Zahlenfolgen zu erzielen.

„Knister“, Würfelspiel von Heinz Wuppen, NSV, eine bis zwölf Personen ab acht Jahren, etwa 9 Euro

 

 


Ganz schön clever

Bei „Ganz schön clever“ würfeln wir mit normalen Augenwürfeln in sechs Farben. Doch die Regeln, nach denen wir Sonderaktionen und letztendlich Punkte bekommen, sind komplex und für jede Farbe anders. Mal müssen wir eine Reihenfolge einhalten, mal gibt’s einfache, mal mehrfache Punkte … Würfel, die wir als aktive Spieler*innen nicht nutzen, stehen den anderen zur Verfügung. Das ist spannend und greift so gut ineinander, dass die Jury „Spiel des Jahres“ das Spiel zum Kennerspiel des Jahres 2018 nominiert hatte.

„Ganz schön clever“, Würfelspiel von Wolfgang Warsch, Schmidt, eine bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 9 Euro

 

 


Blätterrauschen

In „Blätterrauschen“ spielen wir uns auf vier verschiedenen Block-Spielplänen durch die vier Jahreszeiten. Im Frühling bringen wir Bienen und Blüten und Vogelpaare zusammen und sorgen für Regen für die Sprösslinge. Im Sommer ernten wir Kirschen und Pfirsiche, sehen Glühwürmchen und halten Moskitos fern. Im Herbst sammeln wir hoffentlich Stein- und keine Fliegenpilze und sorgen für Eicheln für die Eichhörnchen. Im Winter sehen wir Schneefüchse und Eiszapfen und lassen es bei Bewölkung schneien. Und, und, und … Jede Jahreszeit hat eigene Regeln und bietet uns spannende Spielrunden.

Blätterrauschen“, Glücks- und Taktikspiel von Paolo Mori, Kosmos, zwei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 12 Euro

Animal Rescue

Wir sind im Zoo für die „Animal Resue“, englisch für Tierrettung, verantwortlich. Wir versuchen, Huhn, Hund, Katze, Krokodil, Eule und Frosch per Farbwürfel gut in unseren vier Gehegen in Rot, Blau, Gelb und Grün unterzubringen. Je nach Gehege und Tierart gibt’s Punkte, etwa für Katzen und Hunde im gelben oder für unterschiedliche Tiere im blauen Gehege. Zwei Tiere gleicher Art bekommen ein Junges, unterschiedliche Tiere bringen Sonderpunkte. Wer bei dem einfachen, unterhaltsamen Glücksspiel die meisten erzielt, gewinnt.

Animal Rescue“, Würfelspiel von Daryl Chow, Jumbo, eine bi fünf Personen ab acht Jahren, etwa 12 Euro

 

 


Rajas of the Ganges –The Dice Charmers

Rajas of the Ganges –The Dice Charmers”, englisch für „Ganges-Radschas – die Würfel-Charmeure“ ist eine wunderbare Umsetzung des Strategie-Brettspiels. Aus insgesamt acht Würfeln wählen wir Aktionen aus: Ware erhalten oder verkaufen, Wege anlegen, Gebäude ausbauen, auf dem Fluss segeln, … Alles greift ineinander und bringt uns Ruhm oder Geld. Beides tragen wir auf gegenläufigen Leisten ab. Treffen sich die Werte? Prima, wer das zuerst schafft, hat das anspruchsvolle, gute Spiel gewonnen.

„Rajas of the Ganges –The Dice Charmers”, Strategiespiel von Inka und Markus Brand, Huch, zwei bis fünf Personen ab 12 Jahren, etwa 16 Euro

 

 


Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel

Auf der Flucht vor einem Verfolger wollen wir uns ins sichere Haus, auf Englisch „Safehouse“, retten. Alles regeln rote, gelbe, grüne und blaue Würfel mit Augen und mit einem Verfolger-Symbol. Erzielen wir dieses, rückt uns der Verfolger näher. Schaffen wir es dagegen, die Ergebnisse unserer Farbwürfel auf unseren eigenen Spielblockblättern so in verschiedene Wegfelder einzutragen, dass sich aufsteigende Werte ergeben, entkommen wir. Klar, wenn auch nur einer von uns eingeholt wird, haben wir verloren. Das Spiel ist eine kleine, glücksabhängige Herausforderung.

Sebastian Fitzek Safehouse – Das Würfelspiel“ von Marco Teubner und Jörn Stollmann, moses, eine bis vier Personen ab 12 Jahren, etwa 13 Euro