SPIELETIPPS – Geschicklichkeitsspiele

 

Geschicklichkeitsspiele haben meist einfache Regeln und alle können schnell mitspielen. Natürlich haben kleine und große Schusselchen weniger Chancen als geschicktere Menschen. Das sollte am Spieltisch beachtet werden. Schließlich sollen alle Spaß haben. Iris Treiber stellt heute ausgewählte Geschicklichkeitsspiele vor.


Käpt’n Kuller

In „Käpt’n Kuller“ sind wir als Piraten hinter Goldmünzen her. Die bekommen wir gegen die richtigen Edelsteine in Rot, Gelb, Grün und Blau. Die wiederum gibt‘s, wenn wir es schaffen, sie vom Ober- aufs Unterdeck zu schubsen. Dazu zielen wir mit einer Kugel aus einem Rohr auf die oben liegenden Steine. Welche schiebt die Kugel über die Kante nach unten? Schnell aufsammeln und eintauschen! Wer zuerst Münzen in vier verschiedenen Farben gesammelt hat, gewinnt das schnelle Geschicklichkeitsspiel.

Käpt’n Kuller“, Ziel-Geschicklichkeitsspiel von Kirsten Hiese, Schmidt, zwei bis vier Personen ab fünf Jahren, etwa 27 Euro

 


Kullerhexe

Die „Kullerhexe“ ist eine kleine Figur mit lose aufgesetztem Hexenhut, in der eine Kugel so gelagert ist, dass sie dem Gefälle nach rollen kann. Das erzeugen die Spieler*innen, indem sie immer zu zweit den Spielplan, der an seinen vier Ecken auf vier Schaumstoffpolstern aufliegt, herunterdrücken. Rollt die „Kullerhexe“ dann auf vorgegebene Gegenstände, gibt’s Siegpunkte. Stößt sie unterwegs an oder verliert ihren Hut, gibt’s nichts. Wer zum Schluss die meisten Gegenstände angekullert hat, gewinnt das kindgerecht und gelungen gezeichnete, wunderbare Geschicklichkeitsspiel.

Kullerhexe“, Kugel-Geschicklichkeitsspiel von Marco Teubner, Drei Magier, zwei bis fünf Personen ab sechs Jahren, etwa 23 Euro

 


Spaghetti

Heute kommen Klopse mit „Spaghetti“ in fünf Farben und Längen auf den Teller. Sie bringen einen bis vier Punkte, ein Klops ist einen Punkt wert. Wer dran ist, zieht über eine Sanduhrlänge mit einer Hand möglichst viele Spaghetti vom Teller. Dann wieder gut mischen, den Teller weitergeben, eventuell Klopse oder in der Variante nach bestimmten Rezepten sammeln und mit den meisten Punkten gewinnen. „Spaghetti“ ist ein lustiges, einfaches Geschicklichkeitsspiel, das zwischendurch viel Spaß macht.

Spaghetti“, Zieh-Geschicklichkeitsspiel von Michał Gołębiowski, Huch, zwei bis vier Personen ab sechs Jahren, etwa 26 Euro

 


Die Knuffies

Das Prinzip von „Die Knuffies“ ist bekannt: Etwas, hier Kunstfaser-Bällchen in fünf Farben, unten aus einem Turm nehmen, hier mit Pinzette oder mit den Fingern, und oben wieder einsetzen. Karten geben vor, welche Farbe wir wählen müssen. Die Bällchen haften leicht, dennoch kullern uns manchmal einzelne heraus. Dann müssen wir zur Strafe die schwache Hand oder Zeige-und Mittelfinger nehmen. Fallen mehr als zehn Bällchen, endet das Spiel und wir haben verloren. Das geht ganz schnell, und so ist „Die Knuffies“ ein schnelles Spiel für zwischendurch.

Die Knuffies“, Geschicklichkeits-Stapelspiel von Wolfgang Warsch, Alex Hague und Justin Vickers, Schmidt, zwei und mehr Personen ab sechs Jahren, etwa 16 Euro

 


Rolling Dice

Schaffen wir es, bei „Rolling Dice“, englisch für „würfeln“, unseren zweiten Würfel auf der Eisfläche weiter zu werfen oder ein höheres Ergebnis damit zu erzielen? Dann bekommen wir Punkte, und zwar abhängig von der Augenzahl und davon, wie weit die anderen gewürfelt haben. Mit Übung schaffen wir es vielleicht auch, die Fischernetze zu treffen und Zusatzpunkte zu bekommen. Rutschen unsere Würfel alle vom Eis, gehen wir leider leer aus. Wer zuerst 100 Punkte hat, gewinnt das etwas andere Würfelspiel.

Rolling Dice“, Geschicklichkeits-Würfelspiel von PAKK-Team, Abacusspiele, zwei bis sechs Personen ab acht Jahren, etwa 25 Euro

 


Meeple Circus

In unserem “Meeple Circus” zeigen unsere Meeple, das sind kleine, flache, Spielfiguren, Akrobatik. Welche Kunststücke sie vorführen, geben Karten vor. Schaffen wir es, sie entsprechend zu stapeln? Dann gibt’s Applaus-Punkte. Die Aufgaben sind lösbar, das Material ist sooo schön, und doch gibt es einen Wermutstropfen: Bevor wir stapeln, müssen wir die Akrobat*innen anwerben. Sind die Meeple, die wir brauchen, nicht vorhanden, können wir leider kaum Punkte bekommen.

Meeple Circus“, Stapel-Geschicklichkeitsspiel von Cédric Millet, Pegasus, zwei bis fünf Personen ab acht Jahren, etwa 25 Euro