Spiele für alle

Iris Treiber, Spieletesterin und Autorin im Karlsruher Kind
Iris Treiber, Spieletesterin und Autorin im Karlsruher Kind

Im Winter wird am meisten am Spieltisch gespielt, vor Weihnachten werden die meisten Gesellschaftsspiele gekauft. Insgesamt erscheinen in Deutschland jährlich viele hundert Neuheiten. Iris Treiber hat für unsere Leserinnen und Leser eine bunte Spiele-Mischung zusammengestellt.


Weitere Buch- und Kinderspiele Tipps finden Sie unter dem „Schlagwort“: Lesen-Lauschen-Spielen im Karlsruher Kind



Scrabble Türme

Das Spiel erinnert nur entfernt an das inzwischen 70 Jahre alte Scrabble. Wir suchen nach Wörtern aus Buchstaben, die wir auf 3×3 Türmen mit Buchstabenplättchen vor uns haben. Eines gefunden? Prima, wir bekommen die Plättchen als Punkte.

Wenn dieses Wort dann auch noch bestimmte Bedingungen wie „5 Buchstaben“, Wort mit E“, „Wort mit O“…, erfüllt, gibt’s Sonderpunkte. Es gewinnt das einfache, schnelle Buchstabenspiel, wer zum Schluss die meisten Punkte hat.

„Scrabble Türme“, Buchstabenspiel von Mattel, zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, etwa 20 Euro

 

 


Mount Memo


Auf zur Fototour!

Auf immer einer Kartenach der anderen schauen wir uns kurz die Merkmale an: Vogel, Wal, Kopfbedeckungen, Blume, Wasser und/oder der Berg „Mount Memo“. Wie viele Blumen blühen insgesamt auf allen gesehenen Karten? Wie viele Wollmützen tragen die Vögel im Wasser, wie viele am Berg? Oder: Wie viele grüne, gelbe oder lila Vögel gibt’s, und wo?

Glauben wir, die gesuchte Anzahl zu wissen, nehmen wir die entsprechende Foto-Karte. Stimmt’s, gibt’s echte Kieselsteinchen zur Belohnung. Es gewinnt dieses kleine, klar strukturierte, Konzentration fordernde Gedächtnisspiel, wer zum Schluss die meisten hat. Super am Rande: Der Karton ist nur so groß wie nötig.

„Mount Memo“, Gedächtnisspiel von Oliver Igelhaut, www.igel-spiele.com, zwei bis vier Personen ab fünf Jahren, etwa 8 Euro


 

Roboter Randale


Alles da für die „Roboter Randale“: ein Holzkasten als Spielfläche, Schnalzgummis, sechs rote und sechs blaue Roboter-Holzscheiben, eine Spielregel aus drei Sätzen…. Los geht’s! Gleichzeitig und mit viel Gelächter versuchen wir, eine Scheibe nach der anderen mit Hilfe des Gummis durch ein Loch in die andere Hälfte zu schießen. Wer zuerst seine Scheiben drüben hat, gewinnt.

Oh je – wir treffen nicht immer und fremde Scheiben behindern uns. Schießen wir die zurück oder schießen wir lieber unsere eigenen vorwärts? „Roboter Randale“ ist ein wunderbar hektisches, schön gestaltetes Spiel für zwischendurch.

„Roboter Randale“, Geschicklichkeitsspiel, moses, zwei Personen ab sechs Jahren, etwa 20 Euro


 

Regenbogenrutsche


Wir würfeln gemeinsam mit Zweijährigen bei der „Regenbogenrutsche“: Auf welches verdeckte Farbwolkenplättchen darf die kleine Holzfigur Wilma Wolkenschaf springen? Dieses Plättchen decken wir auf und fügen den Regenbogen-Streifen gleicher Farbe an die Rutsche an. In einer Variante legen wir die Regenbogenfarben in der richtigen Reihenfolge – wenn wir uns gut gemerkt haben, wo die passenden Farbwolkenplättchen liegen.

Das niedliche „Regenbogenrutsche“ führt Zweijährige langsam und spielerisch ans Regelspiel heran.

„Regenbogenrutsche“, kooperatives Farbzuordnungsspiel von Tim Rogasch, Haba, ein bis vier Personen ab zwei Jahren, 18 Euro



Wordslam Midnight


„Wordslam Midnight“ ist ein Spiel für Erwachsene, aber kein Spiel aus der Schmuddelkiste.

In Teams erraten wir Begriffe, die nicht immer als jugendfrei gelten, vier Schwierigkeitsstufen gibt’s. Das Besondere: Um sie zu erklären, dürfen wir nur die Wörter einsetzen, die wir auf Wortkarten haben. Wir reden also nicht, sondern legen Karten: „Essen“, „gelb“, „Kreis“, „geteilt“? Das Team, das zum Schluss die meisten Punkte hat, gewinnt das rundum gelungene, spannende, lustige Rate- und Partyspiel. Ach so, die Lösung: Banane

„Wordslam Midnight“, Rate— und Partyspiel von Inka Brand und Markus Brand, Kosmos, drei und mehr Personen ab 18 Jahren, etwa 13 Euro



Vollpfosten


Welchen von sechs Pfosten wir schnappen sollen, legen bis zu sechs Würfel fest.Sie regeln, welches der sechs Pfosten-Merkmale, Würfelaugen, Größe, Buchstaben, Anzahl Tierbeine, Striche, geometrische Form, in welcher Ausprägung vorhanden sein muss. Zum anderen wird ausgewürfelt, mit welcher Hand wir greifen, welche Geräusche, Berührungen und Bewegungen wir machen. Langsam! Bevor wir „Vollpfosten“-Profis sind, spielen wir mit zwei oder drei Würfeln und haben viel Spaß an diesem hektischen Reaktionsspiel.

Ein Trost für die Langsameren: Wer eine Runde gewinnt, muss zur nächsten auf seinen Händen sitzen, bis die Würfel gefallen sind…

„Vollpfosten“, Reaktionsspiel von Antony Proietti, Zoch, drei bis acht Personen ab sieben Jahren, etwa 20 Euro



Was fehlt?


Ja, „Was fehlt?“ eigentlich?

Das ist gar nicht so leicht zu erkennen, denn die vier oder fünf Motive auf unseren Karten sehen auf den ersten Blick ziemlich gleich aus. Also schauen wir genau: Hat jeder Fisch zwei Augen, zwei Brust- und eine gezackte Rückenflosse, eine Zahnreihe, Streifen….?

Ein Motiv hat alles, bei den anderen fehlt immer ein Merkmal. Wo ist alles da? Also, aufmerksam hinschauen… „Was fehlt?“ ist ein klasse spielerisches Angebot, unsere Konzentrationsfähigkeit zu trainieren.

„Was fehlt?“, Konzentrationsspiel in der Dose von Daan Kreek, Asmodee/blue orange, eine bis sechs Personen ab sieben Jahren, etwa 13 Euro



Kobold


Als „Kobold“ stibitzen wir Moritz’ Spielsachen aus seinem Kinderzimmer, aber nur dort, wo’s dunkel ist. Geraten wir in den Strahl von Moritz’ würfelgesteuerter Taschenlampe, laufen wir weg und gehen leer aus. Sollen wir uns mit wenigen Spielsachen schnell in Sicherheit bringen? Oder hoffen wir auf mehr und riskieren, angeleuchtet zu werden? Das müssen wir ständig entscheiden, und so wird „Kobold“ zu einem spannenden, kleinen Zockerspiel.

Es gewinnt, wer zum Schluss Mehrheiten und Sets von Spielsachen hat.

„Kobold“, Sammel-Glücksspiel von Marco Ruskowski und Marcel Süßelbeck, Queengames, zwei bis vier Personen ab sechs Jahren, etwa 25 Euro



Mouse in the House


Achtung, hier hat sich eine Maus im Haus, auf Englisch „Mouse in the House“, versteckt. Unterm Tisch, unterm Bett, unterm Papierkorb…? Das probieren wir aus, indem wir je nach Würfelergebnis ein-, zwei- oder dreimal mit einem Stäbchen in die Löcher in unserem Kinderzimmer-Spielplan stechen.

Hören wir ein Piepsen? Wunderbar, dann haben wir die Maus gefunden und gewonnen. Was da piepst? Nun, im Spielplan gibt es ein kleines Quietschkissen, das wir zuvor zufällig unter eines der Löcher geschüttelt hatten. „Mouse in the House“ ist ein einfaches Kleinkindspiel, in dem die Kinder begeistert nach dem Mäuschen suchen.

„Mouse in the House“, Würfelspiel, Piatnik, zwei bis vier Personen ab drei Jahren, etwa 13 Euro



Crown of Emara


Wenn wir die Krone von Emara, englisch „Crown of Emara“, erringen wollen, müssen wir gleichzeitig auf zwei Spielplänen, Stadt und Land, gut agieren. Unsere Ziele: Holz, Getreide, Tuch… auf dem Land gewinnen und damit die Handwerker in der Stadt unterstützen. Und mit Hilfe von Gold und Siegelringen im Adelstand bis zum Baron aufsteigen. Und für die Gunst der Kirche spenden. Und… Und… Und…

In jeder Runde ordnen wir unsere immer drei Handkarten verschiedenen Aktionen zu und haben viel Spaß am eingängigen Kenner-Spiel „Crown of Emara“.

„Crown of Emara“, Strategiespiel von Benjamin Schwer, Pegasus, eine bis vier Personen ab 12 Jahren, etwa 37 Euro



Zwoggel


Auf unseren „Zwoggel“- Plättchen gibt’s grüne oder rote Männchen und auf der Rückseite einen Felsblock. Reihum decken wir immer zwei Plättchen auf und legen dann drei weitere verdeckt in die Auslage. Es verliert, wer zuerst drei gleichfarbige „Zwoggel“ in einer Reihe findet. Klingt einfach? Ist es nicht! Denn wir überlegen genau, wo wir ein Plättchen platzieren, und wir merken uns das hoffentlich auch. Sonst tappen wir vielleicht in die Falle, die wir der/dem anderen stellen wollten.

„Zwoggel“ ist ein kleines, spannendes Taktik-, Gedächtnis- und Bluffspiel für eine wunderbare kurze Spielrunde.

„Zwoggel“, Taktik-Gedächtnis-Bluffspiel von Inon Kohn, www.steffen-spiele.de, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, etwa 13 Euro



Bloxx


Tetris ist ein Computerspiel, bei dem aus vier Quadraten zusammengesetzte Tetrominos virtuell von oben nach unten fallen und dabei möglichst ohne Lücken angeordnet werden wollen. Diesem Prinzip folgt auch „Bloxx“. Wir erwürfeln Spielformen, zusammengesetzt aus zwei bis vier Quadraten, und zeichnen sie auf unserem Blatt vom beigefügten Spielplanblock ein.

Punkte gibt’s für Formen, die über bestimmten Sonderfeldern liegen oder durchgehende Reihen bilden. „Bloxx“ ist prima, um gemeinsames Tetris zu spielen.

„Bloxx“, Würfelspiel von Klaus-Jürgen Wrede, Noris, 2 bis 4 Pers. ab sechs Jahren, etwa 10 Euro


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