So viel sollen Babys essen

Füttern nach Bedarf auch bei Beikost.

Im ersten Lebensjahr wächst das Kind besonders rasch. Isst oder trinkt der Säugling mal etwas weniger, sind Eltern schnell in Sorge. Beim Stillen heißt die Empfehlung „nach Bedarf des Kindes“. Doch wie sieht es bei Formula und Brei aus? Auch hier können Eltern auf das Hunger- und Sättigungsempfinden des Kindes vertrauen und seine Fähigkeit zur Selbstregulation sogar unterstützen.

Schon Säuglinge sind beim Essen sehr verschieden. Das zeigen Studien mit Kindern, die gestillt werden oder Flaschennahrung bekommen. Manche genießen ausgiebige Mahlzeiten. Andere trinken eher wie ein Spatz, dafür aber vielleicht häufiger. Auch bei den Pausen zwischen den Mahlzeiten gibt es eine große Bandbreite. Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass Säuglinge die Nahrungsaufnahme an ihren Bedarf anpassen.

Eltern können diese Fähigkeit zur Selbstregulation fördern und damit langfristig ein gesundes Essverhalten unterstützen: durch Responsive Feeding. Darunter ist ein wechselseitiger Prozess zu verstehen, bei dem Eltern und Kind eine aktive Rolle spielen. Das Kind zeigt durch Körperhaltung, Mimik, mit Lauten und später auch mit Worten, dass es Hunger hat oder nicht mehr essen will. Die Eltern nehmen diese Signale wahr und reagieren angemessen darauf. Wird das Bedürfnis erfüllt, fühlt sich das Kind verstanden und reagiert zufrieden. Das freut die Eltern und beide sind in ihrem Handeln bestärkt. Werden dagegen die Hunger- und Sättigungssignale nicht beachtet, auf Dauer falsch interpretiert oder wird jedes Unwohlsein mit Essen beantwortet, können die verzehrten Mengen zu groß oder zu klein sein.

Wenn sich Eltern Sorgen machen, ihr Kind appetitlos ist, die Nahrung verweigert oder wieder ausspuckt, dann sollten sie sich an den betreuenden Kinderarzt wenden. Dieser prüft bei den Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig die gesunde Entwicklung und das Wachstum

Weitere Informationen unter Nachgefragt bei „gesund ins Leben“