Reha-Südwest baut in der Nordweststadt

Wohnraum für alle Sinne

Foto: Annette Diringer / Für den symbolischen Baubeginn griffen zum Spaten (v.l.n.r.) Susanne Hörter (Reha-Südwest), Bürgermeister Dr. Albert Käuflein, Peter Hafner (Reha-Südwest), Christopher Höfler (Sacker Architekten), Dr. Friedemann Lindmayer (Sozialpädagogische Wohngemeinschaften), Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Agnes Wolters (Ludwig Guttmann Schule), Martin Schmitt (SozPäd. Wohngemeinschaften Karlsruhe), Yvette Melchien (SPD) und im Vordergrund Emilia (Soz.-päd. WG).

Viele Hürden galt es zu nehmen, bis Reha-Südwest mit einem symbolischen Spatenstich an der Ecke Nancystraße/ Kußmaulstraße den Bau der Sozialpädagogischen Wohngemeinschaften für 24 Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderungen beginnen konnte. Gebaut werden auch zwei Plätze für eine Kurzzeitbetreuung, Klassenräume der Ludwig Guttmann Schule und Wohnungen für Familien. Das Haus soll sich zu einem Raum der Begegnung entwickeln. Reha-Südwest rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren. Dann können die Kinder und Jugendlichen aus der Moltkestraße umziehen.

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein betonte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Alle hier haben ein gemeinsames Ziel: Eine Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt wird.“ Es entstehe ein Zuhause, das sich zum Stadtteil hin öffnet.

In das Gebäude zieht auch die Karlsruher Außenstelle der Ludwig Guttmann Schule, ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, ein. Der Schulträger investiert rund fünf Millionen Euro für die Klassenräume im Erdgeschoss.

Im obersten Stockwerk werden sechs Wohnungen für Familien gebaut. Die Wohnungen sind barrierefrei, manche auch rollstuhlgerecht. Da das Grundstück mit rund 1.900 Quadratmetern selbst wenig Außenfläche bietet, wird im Obergeschoss ein 370 Quadratmeter großer Dachgarten mit einer Spielfläche angelegt. Hier wird eine Oase für alle Sinne entstehen, die sich zu einem Treffpunkt für Kinder und Erwachsene aus der Nachbarschaft entwickeln kann.