Lützerath: „ParentsForFuture Karlsruhe“ fordert Räumungsstopp

Die Karlsruher ParentsForFuture-Gruppe informiert am Samstag (14.01.) von 11.00 bis 15.00 Uhr im Rahmen einer Mahnwache über den Bruch des Pariser Klimaabkommens durch die geplante Abbaggerung des Ortes Lützerath in Nordrhein-Westfalen. Mit der Mahnwache unter dem Dach des Klimabündnisses ruft die Gruppe zur Solidarität mit den gewaltfreien Protesten in Lützerath auf.

„Die Kohle-Vereinbarung der grünen Minister:innen Mona Neubaur und Robert Habeck mit dem Kohlekonzern RWE ist eine Täuschung der Öffentlichkeit“ sagt Sprecher Ingo Laubenthal. ParentsForFuture findet es skandalös, dass die Regierung sich bei der Berechnung des Kohlebedarfs ausgerechnet auf ungeprüfte Zahlen von RWE verlässt. „Unabhängige Institute haben dagegen nachgewiesen, dass der Kohle-Deal mit RWE in Wirklichkeit keine CO2-Emissionen einspart, sondern sogar zu einem vermehrten Ausstoß des klimaschädlichen Gases führt“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe. „Anstelle der geplanten Abbaggerung von 280 Mio Tonne Braunkohle dürfen im Tagebau Garzweiler – laut einer Untersuchung des DIW – nur noch maximal 70 Tonnen Kohle gewonnen werden. Alles, was diese Menge übersteigt, ist mit den Pariser Klimazielen nicht vereinbar, stellt diese Studie fest. „Für die Förderung von 70 Millionen Tonnen Braunkohle im Tagebau Garzweiler ist die Zerstörung von Lützerath nicht nötig, deshalb ist sie auch nicht gerechtfertigt“, argumentieren die Klimaschützer.

Konsequenterweise fordert ParentsForFuture deshalb den sofortigen Räumungsstopp in Lützerath und den endgültigen Verzicht auf das Abbaggern des Ortes.

Die Mahnwache am 14.01.23 von 11:00 bis 15:00 Uhr findet in der Kaiserstraße/Ecke Waldstraße statt.

Infoblatt zu Lützerath

Kontakt: info@parents4future-ka.de