SPIELETIPPS – Spiele für mindestens 7 Personen

Iris Treiber, Spieletesterin und Autorin im Karlsruher Kind

Manchmal, besonders an Silvester, sitzen viele um den Spieltisch. Die meisten Brett- und Kartenspiel jedoch sind für zwei bis vier oder fünf Personen. Schon zu sechst wird’s häufig schwierig. Iris Treiber spielt regelmäßig für das Karlsruher Kind und stellt unseren Leserinnen und Lesern heute Spiele vor, bei denen mindestens sieben Personen mitmachen können.

Weitere Buch- und Kinderspiele Tipps finden Sie unter dem „Schlagwort“: Lesen-Lauschen-Spielen im Karlsruher Kind


Mahé

Auf „Mahé“, der Seychellen-Insel, führen wir unsere Holz-Schildkröten per ein bis drei Würfel immer rund, und wenn sie am Gelegeplatz vorbeikommen, legen sie ein bis sechs Eier. Erzielen wir beim Würfeln einen Wert höher als 7, muss die Schildkröte ganz zurück, liegen wir darunter, ziehen wir den erwürfelten Wert sogar doppelt oder dreifach vorwärts, je nachdem, ob wir ihn mit zwei oder drei Würfeln erzielt haben. Landen wir auf einem Feld, auf dem schon Schildkröten stehen, springen wir obenauf und werden mitgetragen. Es gewinnt, wer zum Schluss die meisten Eier gelegt hat.

Schönes Detail am Rande: Der Spielplan hat eine Tag- und eine Nachtseite, so dass wir die Schildkröten naturgetreu nachts Eier legen lassen können. „Mahé“ ist ein rundum gelungenes, schön gestaltetes, einfaches Würfelspiel.

„Mahé“, Würfelspiel von Alex Randolph, www.franjos.de, zwei bis sieben Personen ab etwa sieben Jahren, etwa 25 Euro
„Mahé“, Würfelspiel von Alex Randolph, www.franjos.de, zwei bis sieben Personen ab etwa sieben Jahren, etwa 25 Euro

Der 7bte Zwerg

Bei „Der 7te Zwerg“ haben wir Würfel in sieben Farben und einen kleinen Spielplan mit sieben Feldern in diesen Farben. Dort sollen wir die Würfel in auf- oder absteigender Reihenfolge ablegen. Wenn wir dran sind, werfen wir immer einen und entscheiden dann sofort, wo wir ihn platzieren. Nach dem dritten schätzen alle anderen geheim, ob wir es wohl schaffen, die Reihe zu vollenden. Zum Schluss gibt’s Punkte. Wer gewürfelt hat, bekommt welche für jeden Würfel, der farblich passt und für eine fertige Reihe, die anderen, wenn sie richtig geschätzt haben. Es gewinnt, wer die meisten Punkte erzielt.

„Der 7bte Zwerg“ ist ein einfaches, spannendes Würfelspiel, das allerdings eine etwas fragwürdige Punktwertung beinhaltet.

„Der 7. Zwerg“ von Peter Neugebauer, Pegasus, ein bis sieben Personen ab sieben Jahren, etwa 15 Euro
„Der 7. Zwerg“ von Peter Neugebauer, Pegasus, ein bis sieben Personen ab sieben Jahren, etwa 15 Euro

Co-Mix

Bei „Co-Mix“ erzählen wir, einzeln oder in Teams, zu einem gemeinsam beschlossenen Titel Geschichten, die uns anhand von Comic-Zeichnungen einfallen. 300 verschiedene Zeichnungen gibt’s auf kleinen Karten, immer zwölf erhalten wir zur Auswahl. Gleichzeitig ordnen wir die „Co-Mix“-Bilder in einer vorgegebenen Zeit auf unserem leeren Comic-Blatt an.

Reihum erzählen wir, und ebenfalls reihum bewerten wir die Geschichten nach Originalität, Spannung und Aufbau. Dafür gibt’s Punkte, und wer die meisten hat, gewinnt dieses lustige Spiel, bei dem wir allerdings die ein bisschen unterstützen müssen, die nicht ganz so kreativ sind.

„Co-Mix“, Erzählspiel von Lorenzo Silva, Heidelberger Spieleverlag, drei bis zehn Personen ab acht Jahren, etwa 26 Euro
„Co-Mix“, Erzählspiel von Lorenzo Silva, Heidelberger Spieleverlag, drei bis zehn Personen ab acht Jahren, etwa 26 Euro

Ricochet Robots

Wir haben acht, weil beidseitig bedruckte, Viertel eines Spielplans, vier stecken wir zusammen und setzen vier bunte Roboter am Rand ein. Auf dem Spielplan gibt’s verschiedene Barrieren, an denen die Roboter die Richtung ändern, und Zielmarkierungen. Ein Ziel wird zufällig bestimmt, und nun versuchen wir alle gleichzeitig, und im Kopf!, dieses Ziel mit möglichst wenigen Roboterzügen mit einem Roboter zu erreichen. Wer es mit den wenigstens schafft, gewinnt.

„Ricochet Robots“ ist ein wunderbarer Klassiker, der neu erschienen ist und immer wieder anders gespielt und von sehr vielen gleichzeitig gespielt werden kann.

„Ricochet Robots“, Logikspiel von Alex Randolph, Abacusspiele, ab einer Person ab zehn Jahren, etwa 27 Euro
„Ricochet Robots“, Logikspiel von Alex Randolph, Abacusspiele, ab einer Person ab zehn Jahren, etwa 27 Euro

Blood Bound

Bei „Blood Bound“, englisch für „Blutsbande, gehören wir per zufällig verteilter Rollen-Karte dem Vampir-Clan der Rose oder dem der Bestie an. Unser Ziel ist, dem Oberhaupt des anderen Clans vier Schäden zuzufügen. Wenn wir dran sind, zeigen wir mit dem Pappdolch auf eine Person, woraufhin diese einen Schaden erleidet und Clan oder Rolle kundtun muss.

„Blood Bound“ ist ein wunderbares Kommunikationsspiel zum Kombinieren, Bluffen, Lachen. Nebenbei: In jedem Rang gibt’s, vorbildlich, eine Frau und einen Mann. Die Jury „Spiel des Jahres“ empfiehlt das Spiel.

„Blood Bound“, Kommunikationsspiel von Kalle Krenzer, Heidelberger Spieleverlag, sechs bis zwölf Personen ab 14 Jahren, etwa 15 Euro
„Blood Bound“, Kommunikationsspiel von Kalle Krenzer, Heidelberger Spieleverlag, sechs bis zwölf Personen ab 14 Jahren, etwa 15 Euro

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