Schlosslichtspiele Light Festival

Medienkunst zum Zusehen und Zuhören

Foto: ZKM

Es ist fast wie eine Vorpremiere im Kleinformat: Rund zwei Monate vor Beginn des Schlosslichtspiele Light Festivals in Karlsruhe treffen sich Peter Weibel, Kurator der Schlosslichtspiele und Vorstand des ZKM Karlsruhe, Martin Wacker, Geschäftsführer der veranstaltenden KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH sowie Mitglieder des Organisationsteam von ZKM und KME, um gemeinsam die neuen Shows in voller Länge zu erleben, die neuen Projection Mappings, an denen Künstlerinnen und Künstler in den vergangenen Monaten gearbeitet haben. Ein Vorgeschmack auf den Sommer, wenn vom 18. August bis zum 18. September jeden Abend bei freiem Eintritt bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe Licht- und Medienkunst im Herzen der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe erstrahlen.

Das Motto der Schlosslichtspiele „Music4Life“ steht dabei im Vordergrund – auch bei Maxin10sity, die in diesem Jahr wieder auf der Schlossfassade vertreten sein werden. Bereits in den vergangenen Jahren konnte das ungarische Künstlerkollektiv mit seinen Werken die Besucher der Schlosslichtspiele begeistern. Mit seiner 2022er Show „Generations“ sollte ihnen das wieder gelingen: So verwandeln sie das Schloss in eine Jukebox und führen uns auf einer visuellen Playlist durch die Zeit: Von der ersten Wiener Schule über den Swing bis hin zum „Berliner Techno“ der frühen 90er des vergangenen Jahrhunderts.

Detlef Heusinger und das SWR Experimentalstudio führen in „ODE“ durch die Ideengeschichte Europas. Ausgangspunkt ist Beethovens Ode an die Freude aus der 9. Sinfonie, die uns seit 50 Jahren als europäische Hymne begleitet. Teile davon singt der Kinderchor des Cantus Juvenum Karlsruhe. Anlässlich der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen, zu dem vom 31. August bis 8. September Karlsruhe mehr als 4.000 Vertreter von über 350 christlichen Kirchen aus aller Welt begrüßt, präsentieren Peter Weibel und Nikolaus Voelzow eine Geschichte über Schöpfung und Zerstörung. Musik verbindet Menschen mit Menschen, selbst durch die Zeitalter hindurch, Musik ist Religion für die Ohren. „Wir Menschen sind Fische im Exil“ legt dabei die barocke Händel-Sarabande ins elektronische Zeitalter.

Aus dem BBBank-Award für Projection Mapping, für den sich mehr als 70 Künstlerinnen und Künstler bzw. Künstlergruppen beworben haben, gehen die drei weiteren Produktionen hervor. Das Schlosslichtspiele Light Festival bringt damit internationale Medienkunst in die erste UNESCO City of Media Arts Deutschlands: „Resilience“ von Atelier V3, dem Gewinner des diesjährigen BBBank-Awards im Projection Mapping, führt die Tradition der Schlosslichtspiele fort, einen Fokus auf den Planeten und den Schutz unseres gemeinsamen Lebensraums zu legen. „Resilience“ zeigt dieses Gleichgewicht der Natur zwischen ihrer Stärke und ihrer Zerbrechlichkeit in beeindruckenden Bildern. Ebenfalls realisiert und auf dem Karlsruher Schloss erstaufgeführt wird die Show der Dortmunder Künstlerin Leonie Oridt. In „Reframing the Structures“ verschmelzen Stadtbild und Technikaspekte miteinander. Die Arbeit der Künstlerin und Informatikerin ist begleitet von Synthwave-Musik, die alte Klänge neu reproduziert und an die Atmosphäre klassischer Actionfilme der 80er Jahre erinnert.

Das baskische Duo HOTARU VISUAL GUERRILLA kreiert in „Plethora“ audiovisuelle Erfahrungen. Die Musik spielt für das Paar eine besondere Rolle, da sie am effektivsten Emotionen hervorrufen kann. Sie wollen auf abstrakte Weise eine Zukunft andeuten, in der Technologie dazu beiträgt, Harmonie zwischen Menschheit und Natur zu erreichen.
Neben den sechs neuen Shows wird auf dem Karlsruher Schloss zudem ein Remix der Highlights der letzten Jahre präsentiert. Zudem werden die Schlosslichtspiele Karlsruhe mit einem gastronomischen Angebot zum Verweilen in den Karlsruher Sommernächten einladen, auch die weitere City wird beim Light Festival strahlen und für Besucherinnen und Besucher einen wunderbaren Abend bereithalten.

Alle Infos unter: www.schlosslichtspiele.info