„Wir sitzen auf dem Trockenen!“

Bundesweit alle Schwimm- und Spaßbäder bis auf Weiteres geschlossen

Grafik: Ida Grosse

Aufgrund der aktuellen Entscheidungen und Beschlüsse von Bund und Ländern sind seit dem 2. November 2020 bundesweit alle Schwimm- und Spaßbäder bis auf Weiteres geschlossen. Am 8. April startete die European Waterpark Association e.V. (EWA) die Kampagne: „Wir sitzen auf dem Trockenen! Leere Becken – Leere Kassen“. Als Mitglied der European Waterpark Association unterstützen die Karlsruher Bäder die EWA Aktion. Im Mittelpunkt dieser Kampagne stehen die Forderungen nach Planungssicherheit und Hilfsprogrammen für Thermen, Saunen und Bäder aller Größen und Betriebsformen.

Die Karlsruher Bäder schließen sich der Aktion an und adressieren die Forderungen direkt an die zuständigen Staatskanzleien, Wirtschafts- und Gesundheitsministerien von Bund und Ländern. Die Bäder brauchen Hilfe und Unterstützung: „Solange wir keine realistische Perspektive für eine Wiederinbetriebnahme unter sowohl kontrollierten als auch wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen haben, müssen die Freizeitbäder und generell die öffentlichen Bäder mit wirksamen Hilfsprogrammen am Leben gehalten werden. Diese müssen sofort greifen und auch langfristig angelegt sein. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob es sich um einen kommunalen oder staatlichen Betrieb handelt, ein Verbundunternehmen, das zum Beispiel in einen Stadtwerkekonzern integriert ist, oder einen privaten Betreiber“, so die European Waterpark Association. 

Kinder sollten Schwimmen lernen 

Die Karlsruher Bäder bieten sonst etwa 300 Kurse für 2.500 Kinder pro Jahr an. Aufgrund der Corona-Pandemie entfällt der Schwimmunterricht der Schulen, alle Wasserkurse sowie die klassischen Schwimmlernkurse. Trotz dieser ausgewöhnlichen Situation kämpfen die Karlsruher Bäder um Kinderkurse, die in den Pfingstferien stattfinden sollen. Auch in schwierigen Zeiten gilt es zusammenzuhalten und sich zu unterstützen. Für die Nachhaltigkeit der Bäder- und Freizeitbranche, sowie für die Gesundheit unserer Bevölkerung unterstützen die Karlsruher Bäder die EWA Kampagne und hoffen, dass die Hilferufe vom Bund und Ländern gehört werden.