Wilde Flusspferde im Rhein

Flusspferde im Rhein und im Naturkundemuseum Karlsruhe

Landesausstellung im Naturkundemuseum Karlsruhe

Flusspferde im Rhein? Aber ja – vor mehr als 115.000 Jahren, wie zahlreiche Knochen- und Zahnfunde belegen. Dass es in einem Eiszeitalter nicht immer kalt war, zeigt das Naturkundemuseum Karlsruhe aktuell in der Großen Landesausstellung „Flusspferde am Oberrhein – wie war die Eiszeit wirklich?“ bis 27. Januar 2019.

In der Ausstellung führt das Naturkundemuseum auf eine Zeitreise in die Vergangenheit des Klimas am Oberrhein und eröffnet mit eindrucksvollen Objekten einen neuen Blick auf die damalige Tier- und Pflanzenwelt. Auf einer Gesamtfläche von fast 700 Quadratmetern veranschaulichen geologische Belege, Tier- und Pflanzenpräparate, Originalfossilien und eigens angefertigte Modelle, wie es in der Zeit von vor etwa 126.000 bis vor 11.700 Jahren in dieser Region aussah. Darüber hinaus erklärt die Ausstellung, wie Eiszeiten entstehen und geht auf die Besonderheiten des Oberrheingebiets ein.

Seit 2,6 Millionen Jahren lebt der Mensch in einem Eiszeitalter, das heißt, beide Pole sind mit Eiskappen bedeckt. Dabei ist das Klima jedoch nicht durchgängig eisig kalt – Kalt- und Warmzeiten wechseln sich ab. In der letzten Warmzeit, dem Eem, vor etwa 126.000 Jahren waren die Jahresmitteltemperaturen mehrere Grad höher als heute. Die darauffolgende Kaltzeit, das Würm, war deutlich kälter als heute. Seit dem Ende des Würm lebt der Mensch in der sogenannten HolozänWarmzeit mit relativ milden Wintern und gemäßigten Sommern. Während der letzten Warmzeit lebten hier mächtige Waldelefanten, Waldnashörner, Wasserbüffel – und eben auch Flusspferde!

Zur Ausstellung bietet das Naturkundemuseum Karlsruhe ein vielseitiges Begleitprogramm. Vorträge, Workshops, Themenführungen und verschiedene Angebote für Kinder greifen einzelne Aspekte der Ausstellung auf. Weitere Infos unter www.smnk.de