Armut & Hilfe

Das Karlsruher Kind verbindet – Leserinnenbrief

Glücklich ist, wer nie verlor im Kampf des Lebens den Humor.“ Dieses alte Sprichwort trifft auf Lars und Mareen Kistner zu, die wir auf einem Kindersachenflohmarkt durchs KARLSRUHER KIND kennenlernen durften und deren Schicksal uns seither sehr bewegt.

Lars ist ein humorvoller Mensch, immer einen flotten Spruch auf Lager, wären da nicht die Momente in denen schreckliche, schmerzhafte Krämpfe durch seinen Kopf und sein Gesicht schießen und ihn sprach- und bewegungsunfähig machen.

Lars hatte 2015 einen gutartigen Tumor an der Ohrspeicheldrüse entfernt bekommen, doch kurz nach der Operation begann sein Leidensweg. Mittlerweile hat er die dritte große Kopfoperation über sich ergehen lassen müssen. Ihm wurde ein Hirnschrittmacher implantiert um die schmerzhaften Krampfanfälle vermeiden zu können, doch bisher leider ohne Erfolg. Lars erleidet bis zu 20 dieser schrecklichen Anfälle täglich und die furchtbaren Schmerzen sind auch durch Morphine und medizinischem Cannabis leider nicht zu bändigen. Feste Nahrung kann er keine mehr zu sich nehmen, da durch das Kauen die Krämpfe gefördert werden. Er kann auch nicht mehr arbeiten, kein Auto oder Fahrrad fahren. Seinen jetzt einjährigen Sohn darf er eigentlich auch nicht alleine auf den Arm nehmen. Genauso ist es gefährlich, wenn er alleine ist und einen Krampfanfall erleidet.

Wir haben auf dem Kindersachenflohmarkt zwei dieser unvorstellbaren Krampfanfälle miterlebt und standen hilflos daneben mit  Tränen in den Augen.

Doch trotz all dem versuchen Lars und seine Familie, sich mit einem Lächeln durchs Leben zu kämpfen, obwohl sie auch durch die Krankheit in finanzielle Sorgen geraten sind. Lars Bruder Sven hat deshalb einen Spendenaufruf in www.gofundme.com/Trigenimusneuralgie gestellt, um Lars unterstützen zu können, damit sie nicht noch ihr Zuhause an die Bank verlieren.

Mehr zu Familie Kistner ist auch auf dieser Webseite zu lesen.

Über das KARLSRUHER KIND möchte sich die Familie Kistner bei allen bisherigen Spendern von Herzen bedanken.

Diana Wenzel,

Karlsruhe-Durlach