Tipps von Sarah Nagel für die Sommerferien in Karlsruhe

Autorin Sarah Nagel

Von den Kids heiß ersehnt, von den Eltern bisweilen gefürchtet: Die Sommerferien stehen vor der Tür! Vom 29. Juli bis 10. September darf gespielt, getobt, gebastelt und gesportelt werden, was das Zeug hält. Doch manchmal ist es gar nicht so leicht, die lieben Kleinen eine so lange Zeit zu beschäftigen. Das KARLSRUHER KIND hat sich mal umgeschaut und – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Ideen gesammelt, was man in Karlsruhe und Umgebung über Freibad und Indoorspielplatz hinaus unternehmen kann. Ein genereller Tipp im Voraus: Viele Programme und -angebote sind frühzeitig ausgebucht. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Sie brauchen eine längerfristige Betreuung für Ihren Nachwuchs? Dann sollten Sie sich nach Ferienprogrammen umschauen. Eine gute Anlaufstelle für Interessierte ist das Jugendfreizeit- und Bildungswerk (jfbw), eine Facheinrichtung des Stadtjugendausschusses. Es kooperiert mit verschiedenen Partnern und kann deswegen in seinem Ferienspaß-Kalender (unter www.jfbw.de) Aktionen unterschiedlichster Art anbieten. Zwei Beispiele: Wer Lust auf Wissenschaft hat und zwischen sechs und 14 Jahren alt ist, kann am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unter dem Motto „Ferien mit Herz… Für Deinen Verstand“ an Themenwochen unter dem Motto „Wissenschaftler“ oder „Ingenieur“ teilnehmen – jeweils ganztägig von 7 bis 17 Uhr. Bis Anfang Juli sollte man sich angemeldet haben!

Eine gute Adresse für Kinderfreizeiten ist auch immer das Kreisjugendwerk der AWO Karlsruhe, bekannt als AWO-Reisen (www.jugendwerk-awo-reisen.de). Letzte Plätze gibt es dort für 9- bis 13-Jahrige vom 12.bis 17. oder vom 19. bis 24. August im Abenteuerdorf in Spielberg. Dort leben Kinder eine Woche lang gemeinsam in einer demokratischen Dorfgemeinschaft. Übernachtet wird in gemütlichen Schwedenhäuschen und spannende Schitzeljagden, kreative Work­shops und entspannte Lagerfeuerabende machen die Woche perfekt.

Kleine Forscher, die ihre Heimatstadt neu entdecken wollen, machen mit dem gemeinnützigen Veranstalter „Lenitas“ in der ersten Ferienwoche einen Streifzug durch Karlsruhe – die Betreuung ist von 8.30 bis 16.30 Uhr gewährleistet. Auch auf lenitas.de finden sich weitere, spannende Aktionen. Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten ist hier in der Regel auch bei kurzfristigen Anmeldungen noch etwas machbar.

Der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe betreibt übrigens über den Ferienspaß-Kalender hinaus auch das Karlsruher Ferienportal ferien-karlsruhe.de für Ferien „mit und ohne Koffer“; es ist das größte Angebot in der Region. Ob Sport-Freizeiten, Erlebnisse im Zirkus oder Jugendreisen ins Ausland – Stöbern lohnt sich!

Das Gleiche gilt für die Kurse der Volkshochschule (vhs-karlsruhe.de), die gewohnt breit gefächert sind. Wochen­weise oder an einzelnen Terminen, von Kind bis Jugendlicher, findet zwischen Kochen, Entspannungstechniken und Kunstwerkstatt jeder etwas. Was den Kindern wohl nicht schmecken wird, aber manch einen Elternteil interessieren dürfte: Es gibt auch Mathe- und Sprachkurse…

Darf es etwas Kultur sein? Das Badisches Landesmuseum hat sich etwas ausgedacht: Es lädt unter anderem vom 4. bis zum 7. September zu einer offenen Digital-Werkstatt im Museum beim Markt ein; bei der kostenfreien Veranstaltung können Kinder, Jugendliche und Familien eine eigene Ausstellung konzipieren!

Ein Ausflugsklassiker ist natürlich der Zoo. Wer keinen Platz für das Sommerferien-Programm ergattert hat, kann trotzdem tierisch Spaß haben. Unter www.karlsruhe.de/zoo gibt es das Jahresprogramm mit allen Terminen!

Wer die Natur liebt, hat in und um Karlsruhe zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge. Radelbegeisterte Familien können auf der „NaturRADtour“ (48 Kilometer lang) zahlreiche tolle Entdeckungen machen; sie führt am „Tierpark Oberwald“ und dessen Spielplatz vorbei nach Durlach (Gelegenheit für einen Eis-Stop), dann zum See am Schloss (Enten füttern) und über den Alten Flugplatz (Esel gucken). Nach einer Mittagspause in Knielingen geht’s am Rhein entlang zur Alb. Dort gibt’s viele sandige Buchten, die für Abkühlung sorgen – im Dammerstock warten dann noch ein Spielplatz und eine weitere Eisdiele. Etwa vier Stunden sollten eingeplant werden; bei der Tourist-Information Karlsruhe gibt es den kostenlosen Routenplan.

Oder wie wäre es damit, mal einen neuen Baggersee auszuprobieren? Wer die Badeseen in Ettlingen, Weingarten und Eggenstein schon kennt, kann ja mal einen Ausflug nach Frankreich planen: Am Plage des Mouettes in Lauterbourg gibt’s feinen Sandstrand, eine Kletterwand, eine Rutsche und einen Spielplatz.

Ob pitschnasses Vergnügen, Kunst und Kultur oder Sport – in und um Karlsruhe ist ganz schön was los. Dann können die Sommerferien ja kommen!