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Fester Tagesablauf und geregelter Alltag

Wie eine tägliche Routine die Familie stärkt

Feste Rituale geben Halt und lassen Kinder zu selbstständigen und glücklichen Persönlichkeiten heranwachsen. Bild: langll, pixabay.com. Lizenz: C00 (freie kommerzielle Nutzung)

Was für manch einen Erwachsenen nach größtmöglicher Langeweile klingt, ist für Kinder besonders wichtig: ein fester Tagesablauf und ein geregelter Alltag. Während man mit Kleinkindern noch deutlich flexibler umgehen kann und oft auch muss, um Haushalt und Familie mit dem eigenen Job in Einklang zu bringen, ist es für Schulkinder besonders wichtig Routinen im Alltag zu entwickeln.

Denn ab diesem Alter fangen Kinder an selbstständiger zu werden und müssen mehr und mehr Dinge alleine bewältigen können. Genau wie feste Rituale vermittelt auch ein geregelter Tagesablauf Sicherheit und Orientierung im Alltag und dient als stabiles Gerüst für Halt und Vertrauen. Je selbstständiger Kinder in diesem Rahmen sein können, desto selbstsicherer und zufriedener werden sie sein.

Und natürlich bringt das auch vor allem für berufstätige Eltern viele Vorteile mit sich. Sie können ihren eigenen Alltag besser planen und einteilen, haben einen freien Kopf, um sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und natürlich auch, um persönlichen Freizeitaktivitäten nachzugehen.

Der Morgen: die beste Zeit des Tages

Für nicht wenige Menschen gehört die Zeit nach dem (frühen) Aufstehen zu den schlimmsten. Dabei ist eine motivierende Morgenroutine so entscheidend für den weiteren Verlauf des Tages. Deshalb ist es wichtig, sich morgens genügend Zeit einzuplanen, auch wenn das bedeutet eine Stunde früher aufzustehen. Neben einem gemeinsamen, ausgewogenen Frühstück ist es wichtig Stress zu vermeiden, auch wenn das gerade morgens leichter gesagt ist als getan. Oft gilt diese Zeit auch als ein gemeinsamer Ausgangspunkt für den Tag, denn in vielen Familien treffen wenn überhaupt erst am Abend wieder alle gemeinsam zusammen.

Der Nachmittag: individuelle Zeiteinteilung

Je nachdem wie alt die Kinder sind, können sie sich zu dieser Zeit des Tages selber beschäftigen, im Hort betreut werden oder ihren Hobbys nachgehen. Auch das erfordert von den Eltern oft Organisation: Wie kommen die Kleinen zum Sportverein, wer holt sie von Schule oder Hort ab? Ab einem bestimmten Alter freuen sich die Kinder, wenn sie sich nachmittags eine Weile allein im Zimmer beschäftigen können – auch die Eltern gewinnen so nochmal einen Zeitpuffer. Um mit der ganzen Familie einen ruhigen Abend verbringen zu können, ist der Nachmittag also auch die Zeit, in der haushaltsrelevante Aufgaben wie Einkaufen oder Zimmer aufräumen erledigt werden können.

Der Abend: gemeinsame Familienzeit

Um sich auf die Schlafenszeit vorzubereiten, ist ein ruhiger, entspannter Abend wichtig für Kinder, aber eben auch Eltern. Neben den Vorbereitungen für den nächsten Tag – Schulmappe packen, Kleidung heraussuchen – ist ein gemeinsames Abendessen mit der gesamten Familie ein schöner Tagesabschluss. Jeder kann von seinem Tag erzählen und Neuigkeiten berichten. Ein entspanntes Abendritual kurz vor dem zu Bett gehen, hilft den Kindern in den Schlaf zu finden: vorlesen, Hörspiele anhören, gemeinsam singen.

Ein fester Tagesablauf kann der ganzen Familie helfen, weniger Stress im Alltag zu erleben. Wer jedoch zu sehr an den Strukturen festhält, kann ebenfalls Stress verursachen, denn manchmal muss man einfach von seinen Plänen abweichen und Raum für Spontanität lassen. Auch das ist eine wichtige Eigenschaft, die man seinen Kindern mit auf den Weg geben kann.