Volkswohnung – Bezahlbarkeit, Klimaschutz und Innovation

Jede achte Mietwohnung der Stadt im Bestand der Volkswohnung

In der Fächerstadt gehört jede achte Mietwohnung zum Bestand der Volkswohnung GmbH. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft dämpft die Preissteigerungen des lokalen Wohnungsmarkts und engagiert sich für die Sicherung, Aufwertung und Schaffung lebenswerter Quartiere. „Unsere Nettokaltmiete beträgt 6,21 €/m². 97 % der Mieten liegen unterhalb der Sätze, die das Jobcenter als Kosten der Unterkunft gewährt. Wir haben einen hohen Anteil an Förderwohnungen, im Neubau mindestens die Hälfte, verlängern auslaufende Bindungen und wandeln im Rahmen von Mieterwechseln freifinanzierte in geförderte Wohnungen um. Die Volkswohnung steht für Bezahlbarkeit“, erklärt Geschäftsführer Stefan Storz. Beim Jahrespressegespräch stellte er gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Baubürgermeister Daniel Fluhrer, die Bilanz, Quartiersentwicklungen, Neubauprojekte und Zukunftsthemen vor.
Als verlässlicher, fairer Vermieter ist die Volkswohnung ihrer sozialen Verantwortung auch in Zeiten der Pandemie gerecht geworden mittels eines 10-Punkte-Maßnahmenplans. Stefan Storz: „Wir sind frühzeitig auf unsere Mieterinnen und Mieter zugegangen, haben deutlich gemacht, dass sich niemand – neben der allgemeinen Unsicherheit – zusätzlich Sorgen um seine Wohnung machen muss und haben individuelle und unbürokratische Lösungen gefunden.“
Im vergangenen Jahr ging es schwerpunktmäßig darum, die Voraussetzungen zu schaffen, Menschen in Karlsruhe trotz begrenzter Bauland-Ressourcen weiterhin bezahlbaren und hochwertigen Wohnraum anbieten zu können. Dafür wurden u.a. drei Architektenwettbewerbe ausgelobt: Für das Ortsteilzentrum Oberreut, in dem Wohnen über Einzelhandel und weitere Dienstleistungen vorgesehen sind, für ein neues Wohnquartier mit rund 180 Mietwohnungen am Zanderweg in Daxlanden, und für die Königsberger Straße in der Waldstadt, wo die Volkswohnung mit der Umsetzung einer stufenweisen nachhaltigen Entwicklungsstrategie beginnt und 130 neue Mietwohnungen in modularer Holzbauweise errichten wird.
Baubürgermeister Daniel Fluhrer dankte dem Team der Volkswohnung ausdrücklich und brachte seine Freude über die vielfältigen Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit und Klimaschutz zum Ausdruck: „Gerade der Gebäudesektor nimmt hier eine wichtige Rolle ein. Um das von der Bundesregierung formulierte Ziel eines weitgehend klimaneutralen Bestands bis 2050 zu erreichen, sind anspruchsvolle Neubaustandards, langfristige Sanierungsstrategien und die Abkehr von fossilen Energieträgern Voraussetzung. Auch in diesem Bereich geht die Volkswohnung die Herausforderungen engagiert, innovativ und verantwortungsvoll an.“
„Im Geschäftsjahr 2019 hat die Volkswohnung darüber hinaus 157 neue Mietwohnungen, davon 86 öffentlich gefördert, fertiggestellt und wichtige Grundlagen für die kommenden Jahre geschaffen“, fuhr der Aufsichtsratsvorsitzende fort. An der Durlacher Pfinzstraße konnte Spatenstich gefeiert werden für 54 Mietwohnungen, davon 22 öffentlich gefördert, und die von der Volkswohnung realisierten Neubauten Herbert-Heil-Sportpark, Bürgerzentrum Mühlburg mit Stadtteilbibliothek und Kita Villa Regenbogen mit Familienzentrum wurden übergeben.
Die Bereitstellung von Wohnraum und behutsame, sozial ausgewogene, ganzheitliche Entwicklungen der Quartiere sollen weiter im Fokus stehen, erklärte Fluhrer. Er betonte, dass die Gesellschaft auch künftig als Initiator und Begleiter von gemeinschaftlichen Wohnprojekten agieren und Planungsbausteine und -standards bzw. Maßnahmen entwickeln werde für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf.
Gemeinsam mit anderen etablierten Wohnungsunternehmen denkt die Volkswohnung Wohnthemen neu und treibt Innovation voran: „Als Partner von „hubitation“ befassen wir uns mit der spannenden Frage, was passiert, wenn Start-ups und das Know-how der Wohnungswirtschaft aufeinandertreffen“, berichtete Storz. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Smart Living, energetische und soziale Quartiersentwicklung, soziale Teilhabe, Klimaschutz, Wohnungsbau oder die Zukunftsfähigkeit der Branche.