Tetanus – Achtung auch bei kleinen Verletzungen

Ob daheim, im Kindergarten, in der Schule, beim Sport oder Spielen – ruckzuck hat man sich eine kleine Schürf- oder Schnittwunde zugezogen, den Ellenbogen aufgeschlagen oder das Knie geprellt. Auch kleine Verletzungen tun oft weh, können jedoch meist problemlos zu Hause versorgt werden. Dabei sollten einige einfache Regeln der Wundversorgung beachtet werden. „Egal ob groß oder klein – wenn eine Wunde verunreinigt ist, besteht das Risiko, dass Keime in die Blutbahn gelangen können. Das kann besonders gefährlich werden, wenn es Sporen von Tetanusbakterien sind“, weiß Petra Spitzmüller, Geschäftsführerin der AOK Mittlerer Oberrhein. Sie können nahezu überall vorkommen, etwa in Staub, in Holz, Erde oder Gartenerde – und den sogenannten Wundstarrkrampf auslösen. „Ein von Tetanusbakterien gebildetes Gift kann Nervenzellen befallen und zu Muskelkrämpfen führen. Die Erkrankung kann tödlich verlaufen“, so Petra Spitzmüller. Deshalb ist es wichtig, dass jede und jeder gegen Tetanus geimpft ist. Kinder sollten bereits im Säuglingsalter eine Grundimmunisierung gegen Tetanus erhalten – bevorzugt als Teil einer Sechsfachimpfung. Danach erfolgt eine Auffrischungsimpfung im Vorschulalter und eine weitere zwischen neun bis 17 Jahren. Im Erwachsenenalter empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Auffrischung alle zehn Jahre. Wer unsicher ist, ob der Impfschutz noch ausreicht, lässt den Impfpass am besten in der Hausarzt- oder Kinderarztpraxis überprüfen.

Großflächige, tiefe, stark verschmutzte oder schlecht heilende Wunden sowie Brandverletzungen, die über eine rein oberflächliche Verletzung der Haut hinausgehen, müssen ärztlich versorgt werden. Kleinere Schnittwunden lässt man am besten kurz bluten, damit der Schmutz aus der Wunde gespült wird. Anschließend lassen sich die Wundränder gut mit einem Pflaster zusammenbringen. So heilt die Verletzung schneller.

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