Reizthema Computerspiele

AOK gibt Tipps zur Mediennutzung

Foto: AOK Medienstelle

Für die einen sind Computerspiele ein Grundübel unserer modernen Gesellschaft, für die anderen Spannung, Spaß, Freizeitbeschäftigung und nützliches Gehirntraining. Ein Leben ohne Medien und Displays ist heute schwer vorstellbar. Doch wie finden Eltern das richtige Maß an Bildschirmzeit für den Nachwuchs? Wie können sie ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vermitteln?

Wichtig ist zunächst, dass Eltern ihr eigenes Verhalten überprüfen: Wer selbst ständig am Smartphone oder vor dem Computer hängt, ist kein gutes Vorbild für den Nachwuchs. Eltern sollten außerdem Alternativen für Hobbys und Freizeitaktivitäten abseits der digitalen Medien anbieten. Gleichzeitig müssen Kinder aber auch lernen, Langeweile auszuhalten. 

Besser als strikte Verbote sind außerdem klare Regeln: „Feste Bildschirmzeiten geben Orientierung“, raten die Experten von SCHAU HIN!, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie des AOK-Bundesverbands zur Sensibilisierung über die Mediennutzung von Kindern. Je nach Alter der Kinder empfehlen sie unterschiedliche Richtwerte für die Mediennutzung: Unter fünf Jahren sollte der Nachwuchs maximal eine halbe Stunde am Stück, von sechs bis neun Jahren bis zu einer Stunde Computer spielen. Bei älteren Kindern ab zehn Jahren wird ein Zeitkontingent von zehn Minuten Medienzeit pro Lebensjahr am Tag vorgeschlagen. So lernen Kinder, sich ihre Ressourcen einzuteilen und ein gesundes Maß zu finden. Klar, dass die Nutzung von digitalen Medien für die Schule dabei nicht anzurechnen ist.

Weitere Informationen: Medienratgeber für Familien: www.schau-hin.info, EU-Initiative zur kompetenten Nutzung von Internet & Neuen Medien: www.klicksafe.de