Ein Tag im Leben einer jungen Karlsruher Familie

Das Landesprogramm STÄRKE unterstützt Eltern im Erziehungsalltag. Bild: Stärke-Logo

Familie Karl besteht aus Mutter, Vater und drei Kindern. Jonas, der Älteste stammt aus erster Ehe des Vaters und ist 15 Jahre alt. Dann gibt es noch die gemeinsamen Kinder Karlotta (6 Jahre) und Luzie (2 Jahre).
Morgens geht es meistens hoch her. Herr Karl fährt schon sehr früh zur Arbeit, also ist Frau Karl alleine für die Kinder verantwortlich. Karlotta trödelt, Jonas will erst gar nicht aufstehen und Luzie brüllt lautstark und verlangt mehr Aufmerksamkeit. Frau Karl ist heilfroh, als die beiden Älteren endlich aus dem Haus sind. Sie macht sich mit Luzie auf den Weg ins Startpunkt Elterncafé, wo sie endlich mal wieder durchatmen und in Ruhe einen Kaffee trinken kann, während Luzie mit den anderen Kindern, unter Aufsicht einer Kinderbetreuung, spielt.

Frau Karl unterhält sich mit einer anderen Mutter, deren Tag ähnlich stressig begann wie ihrer und denkt bei sich: „Wie gut, dass es nicht nur mir so geht!“ Im weiteren Verlauf des Gesprächs erfährt Frau Karl von einem interessanten Projekt,das sich „Alt und Jung – Hand in Hand“ nennt. Hier übernehmen Seniorinnen und Senioren in verschiedenen offenen Wochentreffs die Kinderbetreuung von Kindern bis drei Jahre für in der Regel zwei Stunden. Da Frau und Herr Karl beide keine Eltern in der Nähe haben, findet sie das eine gute Möglichkeit für Luzie, mit älteren Menschen in Kontakt zu kommen und für sich selbst, um mal Zeit für andere Dinge oder Erledigungen zu haben.

Frau Karl holt sich weitere Infos und fragt noch kurz die Psychologin aus der Beratungsstelle „Frühe Hilfen“, die gerade das Startpunkt-Elterncafé besucht, nach Durchschlaftipps für Luzie.

Zudem erzählt Frau Karl, dass sie sich Sorgen um den Stiefsohn macht, der nur noch vor seinem Computer sitzt und diverse Ego- Shooter spielt. Sie bekommt den Tipp, sich an den Jugendschutz im Kinderbüro zu wenden, von dort aus werden entsprechende Informationsabende mit unterschiedlichen Themen für Eltern an Schulen anboten.

Etwas entspannter und um einige Informationen reicher, macht Frau Karl sich mit Luzie auf den Heimweg, um das Mittagessen vorzubereiten. Karlotta kommt als Erste von der Schule nach Hause und erzählt freudestrahlend, dass sie heute im Zoo waren. Das Besondere daran war, dass die Kinder von anderen Kindern, die speziell geschult sind, durch den Zoo geführt wurden. Diese Aktion heißt „Wir zeigen’s Euch“ und Karlotta will da unbedingt auch mal mitmachen.

Nach dem Mittagessen ist Luzie so müde vom ganzen Spielen am Vormittag, dass sie schnell einschläft. Frau Karl erledigt mit Karlotta die Hausaufgaben und hat noch etwas Zeit für sich, bis Luzie aufwacht.

Am Nachmittag ist eine Kita-Besichtigung geplant. Auf den freien Platz wurde Frau Karl durch einen Anruf bei der Servicestelle zum Kita-Rechtsanspruch U3 aufmerksam. Sie ist sehr froh, einen Betreuungsplatz für Luzie gefunden zu haben, da sie gerne wieder halbtags arbeiten will.

Sowohl ihr als auch Luzie gefällt es dort auf Anhieb und so meldet Frau Karl sie direkt an.

Als die Beiden nach Hause kommen, sind auch Herr Karl und Jonas bereits da. Jonas verzieht sich schnell auf sein Zimmer und Karlotta und Luzie werden vom Papa ins Bett gebracht.

Beim Tagesausklang bei einem guten Glas Rotwein berichtet Herr Karl seiner Frau von dem heutigen Treffen des „Arbeitgeberforums“, organisiert vom Karlsruher „Bündnis für Familie“. Seine Firma überlege doch nun tatsächlich einen Betriebskindergarten einzurichten, um die Arbeitgeber längerfristig an die Firma zu binden.

Das Paar ist sich einig, Karlsruhe ist ganz schön Kinder- und Familienfreundlich.

Übrigens, alle genannten Angebote organisiert das Kinderbüro der Stadt.

Weitere Infos über das Kinderbüro und seine vielfältigen Aufgaben und Angebote unter: www.karlsruhe.de/b3/soziales/ einrichtungen/kinderbuero.de