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SPIELETIPPS für Familien gespielt von Iris Treiber

Spiele fürs Osternest

Iris Treiber, Spieletesterin und Autorin im Karlsruher Kind

Was kommt ins Osternest? Normalerweise arrangieren wir auf Heu, Holzwolle oder grünem Papier zu Ostern ein paar gefärbte Eier und Schokoladenhasen und –eier. Mehr muss nicht rein, es gibt keinen Grund, auch zu Ostern übertrieben zu konsumieren. Wer dennoch ein kleines Spiel hinzufügen will, findet hier Anregungen von Iris Treiber.

Zoinx!

In der kleinen „Zoinx!“-Dose steckt sogar ein Bleistift, gerade mal fünf Zentimeter lang. Den brauchen wir allerdings nur, um unsere Siegpunkte, die wir bei einfachen Wetten gewinnen, zu notieren. Gewettet wird immer darauf, wie viele rote Punkte der*die aktive Spieler*in würfeln wird. Es gibt jedoch nur je zwei Seiten mit roten Punkten auf jedem der vier Würfel, die anderen Seiten sind Nullen. Wenn wir dran sind, werfen wir so lange alle Würfel, wie wir wollen oder bis wir vier Nullen erzielen. Wer hat zuerst 30 Siegpunkte und gewinnt das flotte Würfel- und Wettspiel für zwischendurch?

„Zoinx!“, Würfel-Wettspiel von Garrett J. Donner und Michael S. Steer, in der Metalldose, Game Factory, zwei bis vier Personen ab acht Jahren, 6 x 5,5 x 3,5 cm, etwa 6 Euro


Wer krabbelt da?

„Wer krabbelt da?“ Fliege, Marienkäfer, Schmetterling, Libelle, Biene, Regenwurm, wir finden sie hier auf vier Stapeln aus kleinen Blatt-Plättchen, bedeckt mit einer roten, rosa, weißen oder blauen Blüte. Ein Würfel legt fest, welche Blüte wir anheben dürfen. Erinnern wir uns, was da drunter auf dem obersten Blatt liegt? Prima, dann bekommen wir das Tier zur Belohnung. Wer die meisten sammelt, gewinnt das kindgerechte, bestechend einfache Spiel, an dem auch kleineren Kindern viel Freunde haben.

„Wer krabbelt da?“, Merkspiel von Kristin Dittman, Haba, zwei bis fünf Personen ab drei Jahren, 10,5 x 10,5 x 4 cm, etwa 5 Euro


Haste Worte? – Das Kartenspiel

„Haste Worte?“ Ja? Dann hier bitte zu einer vorgegebenen Kategorie wie Tiere, Hobbys oder Inseln, und mit zwei vorgegebenen Buchstaben. Dummerweise gibt’s jetzt nur Punkte für die Wörter, die die anderen nicht notiert haben. „Haste Worte? – Das Kartenspiel“ ist eine wunderbaren Aufgabe für alle, die gern mit Sprache spielen.

Haste Worte? – Das Kartenspiel“, Wortfindungsspiel von Hartwig Jakubik, Hutter/Huch, drei bis acht Personen ab acht Jahren, etwa 12,1 x 2,3 x 9,4 cm, etwa 11 Euro


Dobble 1, 2, 3

„Dobble“ ist ein Dosenspiel-Klassiker, hier in der Kinderausgabe „Dobble 1, 2, 3“ mit 31 Karten, die jeweils sechs von dreißig Symbolen in verschiedenen Größen und Farben tragen. Auf immer zwei beliebigen Karten ist genau ein Symbol identisch. Wer das zuerst entdeckt, ruft es, bekommt eine der Karten und wer zum Schluss die meisten hat, gewinnt das spannende, schnelle Spiel.

„Dobble“, Reaktionsspiel, Asmodee, eine bis fünf Personen ab drei Jahren, 7,5 x 13 x 13 cm, etwa 10 Euro


Ei Noon

Als Osterhasenlehrlinge wollen wir in „Ei Noon“ an viele Eier kommen. Da die Hennen sie bewachen, müssen wir erkennen, welche Nestseite gerade unbewacht ist. Zwei Hennen und vier Hasen gibt’s und vier Seiten hat das Nest. Jede*r hat eine Spurenkarte, die vorgibt, wie weit wir einen Hasen und die Hennen ziehen. Also, schnell überlegen, wo welcher Hase wohl steht, wenn alle Tiere ums Nest herum gezogen sind. Wer’s weiß, schnappt den Hasen, bekommt ein Ei und gewinnt vielleicht das anspruchsvolle, gelungene „Ei Noon“.

„Ei Noon“, Reaktionsspiel von Oliver Igelhaut, Igel Spiele, drei bis fünf Personen ab sieben Jahren, 7,2 x 3,2 x 10,1 cm, etwa 9 Euro


Wir sind die Roboter

„Wir sind die Roboter“, oder, genau genommen, immer nur eine*r von uns. Eine Karte gibt vor, wie schnell wir als Roboter in Gedanken zu welchem der zwölf Ziele fahren sollen. Dieses Ziel sollen die anderen erkennen. Sie wissen jedoch nur, ob wir langsam, mittelschnell oder schnell und wie lange wir fahren. Es gilt also, die Geschwindigkeiten von anderen richtig einzuschätzen und selbst richtig eingeschätzt zu werden. Je näher wir uns an das Ziel heran raten, umso mehr Punkte gibt’s. Kooperativ versuchen wir gemeinsam, möglichst gut zu sein, gegeneinander möchte natürlich jede*r mit den meisten Punkten das etwas andere, spannende Spiel gewinnen.

„Wir sind die Roboter“, Einschätzspiel von Reinhard Staupe, Nürnberger Spielkartenverlag, zwei bis sechs Personen ab fünf Jahren, 13,1 x 10 x 2,3 cm, etwa 10 Euro



Räuber Raupe

Wir haben Karten mit Raupen, die auf einem Blatt sitzen, Tiere und Blätter können gelb, grün oder rot und gezackt, gerade oder rund sein. Wir legen bei „Räuber Raupe“ auf einen gemeinsamen Stapel ab, und das zuletzt abgelegte Blatt gibt vor, welche Form oder Farbe die Raupe auf der nächsten Karte haben muss. Wer das sehr, sehr schnell erkennt, schnell eine passende eigene Karte findet, diese schnell ablegt und so schließlich seine Karten zuerst los ist, gewinnt das rasante Spiel.

„Räuber Raupe“, Reaktionsspiel von Thierry Chapeau, Schmidt/Drei Magier, zwei bis vier Personen ab sieben Jahren, 11 x 11 x 3,5 cm, etwa 10 Euro


Clouds

Wir haben zweimal 15 Kärtchen mit halben Wolkenbildern offen ausliegen, immer zwei ergänzen sich zu einem ganzen. Wer findet am schnellsten die meisten kompletten Bilder? Damit’s nicht so schwer wird, zeigen Bildkarten, wonach wir suchen sollen. „Clouds“ ist ein sehr einfaches Spiel, das Kindergarten-Kindern viel Spaß macht. Allerdings lernen sie sehr schnell, wie die Teile, die sie suchen sollen, aussehen müssen, und dadurch verliert „Clouds“ nach und nach an Reiz.

„Clouds“, Reaktionsspiel von Greogory Oliver, Asmodee/blue orange, zwei bis fünf Personen ab vier Jahren, 12 x 8 x 4,8 cm, etwa fünf Euro


Rechenfuchs

Gleich wissen wir, wer von uns ein Kopf-„Rechenfuchs“ ist. Würfel geben uns das Rechenergebnis, es liegt zwischen 20 und 119, vor, das wir nun schnell aus fünf Zahlen, zwischen 1 und 20, auf zufällig gezogenen Karten zusammensetzen. Alle vier Grundrechenarten sind erlaubt. Ein Beispiele: Erwürfelt 78, Karten mit 2, 6, 7, 12, 14, da wäre eine Möglichkeit: 6×14-(12/2)= 78. Gar nicht so einfach, denn vermutlich sind viele von uns im Rechnen nicht mehr wirklich geübt. Wer Spaß an Zahlen hat und gerne ein bisschen knobelt, der wird „Rechenfuchs“ unter gleichstarken Mitspieler*innen mögen.

„Rechenfuchs“, Rechenspiel von Reiner Knizia, Süddeutsche Zeitung Edition, zwei und mehr Personen ab acht Jahren, 11 x 11 x 4 etwa 9 Euro


Palm Island

„Palm“ ist das englische Wort für Palme und für Handfläche, „Palm Island“ wäre also eine „Palmen- und Handflächen-Insel“. Genau, denn die 17 Karten des Spiels halten wir in der Hand, und wir wollen unsere Palmeninsel voranzubringen. Die Karten tragen Aktionen, Rohstoffe und Siegpunkte, wobei wir immer entscheiden, was davon wir nehmen. Ist der Kartenstapel achtmal durchgespielt, werden die Siegpunkte gezählt. Reicht es, um zur Belohnung eine weitere Karte fürs nächste Spiel hinzuzufügen? Das einfache, spannende Spiel können wir auch zu zweit spielen.

„Palm Island“, Kartenspiel von Jon Mietling, Kosmos, eine oder zwei Personen ab zehn Jahren, 12 x 9,5 x 2 cm, etwa 8 Euro


Mini Mutabo

„Mutabo“ ist lateinisch und bedeutet „ich werde verwandeln“. Und das werden wir hier tun! Wir bekommen je einen anderen Satz, der aus zwei Hälften besteht: „Das zerbrochene Handy … „ … „ … tappt in eine Rattenfalle.“. Den schreiben wir auf ein Blatt Papier, reichen dieses weiter zur*m Nachbar*in, die die Szene zeichnet und weiterreicht, damit sie wieder beschrieben wird. So geht das zweimal, und zum Schluss gewinnt niemand, aber wir lachen über die Verwandlungen. Zeichenspiel für GeschichtenerzählerInnen.

„Mini Mutabo“, Zeichenspiel von Johann Rüttinger und Kathi Kappler, Drei Hasen in der Abendsonne, drei bis sechs Personen ab zwölf Jahren, 12,2 x 9,7 x 2,2 cm etwa 12 Euro