Familienpolitik

Michel Brandt, Die Linke

Michel Brandt, Die Linke

Karlsruher Kind: „Herr Brandt, bitte erläutern Sie kurz die wichtigsten Problemfelder, die Sie mit Ihrer Familienpolitik in Angriff nehmen werden, und äußern Sie sich, inwiefern das Armutsrisiko und die angespannte Wohnsituation für Familien dazu gehören.“

Michel Brandt, Die Linke, Wahlkreis 271 Karlsruhe Stadt:

„Wir sind der Meinung, dass Familie da ist, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen: Als Lebensgemeinschaft, Ein-Eltern-Familie, als Klein- oder Großfamilie, als Ehepaar, als Mehrgenerationenhaushalt oder in anderen Formen der Gemeinschaft.

Es kann nicht sein, dass fast jedes fünfte Kind in Armut lebt. Diesen Missstand zu beseitigen ist für mich einer der wichtigsten Punkte, denn das darf sich unsere Gesellschaft nicht leisten! Das Kindergeld auf 328 Euro zu erhöhen kann hier nur einer von vielen Schritten sein. Da Kinderarmut sich oftmals aus „Elternarmut“ ergibt, kämpfen wir gegen Niedriglohn und für eine Mindestsicherung, die vor Armut schützt!

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt muss entspannt werden. Dazu brauchen wir eine funktionierende Mietpreisbremse und starke Investitionen in kommunalen Wohnungsbau.

Die LINKE will ein ausreichendes, qualitativ hochwertiges und beitragsfreies Ganztags-Betreuungsangebot schaffen sowie kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni – denn Bildung ist ein Menschenrecht und eine Grundvoraussetzung für aktive gesellschaftliche Teilhabe.

Gleichzeitig fordern wir Arbeitszeitmodelle, die es ermöglichen, Beruf und Familie zu vereinen – unter anderem durch die Reduzierung der gesetzlichen Wochenhöchstarbeitszeit auf 40 Stunden. Eltern müssen bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs des Kindes außerdem besonderen Kündigungsschutz erhalten.

Wir setzen uns dafür ein, dass Familienpolitik allen Menschen ein gutes, planbares Leben ohne Zukunftsangst ermöglicht.“

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LINK: Hier finden Sie mehr Informationen zum ‘Die Linke” Kreisverband Karlsruhe-Stadt und den Vorhaben des Kandidaten