Aus Linksnucklern werden meist Linkshänder

AOK Mittlerer Oberrhein gibt Eltern Tipps

Bild: AOK Mittelrhein

Linkshänder haben es oftmals schwer. Ob Füller, Dosenöffner oder Gitarre: Die Geräte und Instrumente liegen nicht so richtig in der Hand. „In der Regel ist das tägliche Leben, Lernen und Arbeiten nämlich auf Rechtshänder ausgerichtet“, erlebt Linkshänder Christian Bikowski, Koordinator für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Mittlerer Oberrhein und frischgebackener Papa immer wieder.

Die Händigkeit ist angeboren, dabei scheint die Genetik eine Rolle zu spielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Linkshänder-Paar ein linkshändiges Kind bekommt, liegt bei 50 Prozent während bei zwei Rechtshändern die Wahrscheinlichkeit auf zwei Prozent schrumpft. Schon im Mutterleib kann man übrigens oft die Händigkeit erkennen: Fast alle Ungeborenen, die am rechten Daumen nuckeln, entwickeln sich auch zu Rechtshändern und „Linksnuckler“ meistens zu Linkshändern.

Ob ein Kind Links- oder Rechtshänder ist, zeigt sich meistens bis zum vierten Lebensjahr, bis zum Schuleintritt sollte die Händigkeit geklärt sein.

Tipps für Eltern


Eltern sollten das Kind beobachten und sich auf seine Gewohnheiten einstellen.

  • Beim Essen: Bei Vermutung auf Linkshändigkeit den Löffel mittig oder gleich links hinlegen. Auch das Trinkglas sollte dann auf der linken Seite stehen. Wie
  • Kinder später Messer und Gabel benutzen, ist unterschiedlich. Manche Linkshänder schneiden lieber mit links, andere mit rechts.
  • Schreiben: Die richtige Stift- und Blatthaltung ist wichtig, um die anstrengende „Hakenhaltung“ der Hand zu vermeiden.
  • Sitzplatz: Linkshänder sollten in der Schule links, Rechtshänder rechts sitzen; Lichteinfall am Schreibtisch zu Hause von rechts.

Weitere Informationen im „AOk- ams-Ratgeber 04/18“