Einsparprojekt an Karlsruher Schulen reduziert Kohlendioxidausstoß um 2.200 Tonnen

Erfolgreiches Einsparprojekt an Karlsruher Schulen wird fortgesetzt

Genau 45 Karlsruher Schulen erzielten in den drei Jahren 2012 bis 2014 durch eigenes Engagement, unterstützt durch Schulungsangebote der Stadt, Einsparungen von sieben Prozent Heizenergie, sechs Prozent Strom und sieben Prozent Wasser. Der Kohlendioxidausstoß reduzierte sich in den drei Jahren so um circa 2.200 Tonnen. Damit setzen Karlsruher Schulen ein wichtiges Zeichen für den Klimaschutz. Einsparbeteiligungen von rund 263.000 Euro konnten die Schulen für sich als Erfolg verbuchen.

Seit 2011 begleitet das Energiemanagement des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft an 45 Schulen das Einsparprojekt und setzt die Maßnahme M72 „Ausweitung der Energieeinsparprojekte an Schulen und Kindergärten“ des Karlsruher Klimaschutzkonzepts um. Ziel ist die Einsparung von klimawirksamem Kohlendioxid, im Vergleich bilanziert gegenüber den Basisjahren 2009 bis 2011. Die Einsparerfolge sollen mit nichtinvestiven Mitteln, also einem veränderten Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer, erreicht werden. Daher gibt es laufend Schulungen der Gebäudenutzerinnen und -nutzer samt praktischer Hilfen. Alle teilnehmenden Schulen bekamen in einer Vereinbarung über die Teilnahme vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft zugesichert, dass sie mit 40 Prozent an den Einsparungen beteiligt werden. Zehn Prozent werden für weitere Aktionen zum Klimaschutz an Schulen gesichert und 50 Prozent entlasten den städtischen Haushalt. Der Einsparerfolg wurde individuell pro Schule von Einflüssen wie wechselnder Witterung, baulichen Maßnahmen oder veränderter Nutzungen bereinigt.

Wo wurde konkret gespart?

Die Einsparungen der Schulen verteilen sich im Durchschnitt auf Heizenergie mit sieben Prozent, Strom mit sechs Prozent und Wasser mit sieben Prozent. Insgesamt entspricht dies 658.000 Euro eingesparter Unterhaltungskosten in den drei Jahren 2012 bis 2014. Dabei gab es erwartungsgemäß mit Abstand die höchsten finanziellen Einsparungen bei der Heizenergie mit 75 Prozent. Bei Strom sind es 20 und beim Wasser fünf Prozent. „Während einige Kommunen noch von ihrem traditionellen Bild der klimafreundlichen Kommune leben, werden in Karlsruhe stetige Erfolge über vielfältige Ideen wie das Einsparprojekt in Schulen erfolgreich realisiert“, so Baubürgermeister Michael Obert.

Was bedeuten die Einsparungen?

Mit den vermiedenen CO2-Emissionen in Höhe von 2.200 Tonnen könnte man die Erde 306 Mal mit dem Auto umrunden. Will man die Menge des vermiedenen Klimagases Kohlendioxid plastisch beschreiben, so ergäbe sich eine Karlsruher Pyramide mit einer Höhe von etwa 150 Metern, dem Dreifachen des Rathausturms. Wichtig sind zudem die Multiplikatoreffekte durch Schulungen und Sensibilisierungsaktionen der Kinder, Jugendlichen und Lehrkräfte.

Erfolgsgeheimnisse vorgestellt

Diesen Erfolg feierten die Schulen am 3. Dezember mit der Stadtverwaltung in der Durlacher Karlsburg. Andreas Spörl von der Hebelschule und Walter Deichmann von der Oberwalschule Aue GWRS stellten ihr Erfolgsgeheimnis vor: „Neben einem Netzwerk von kompetenten Partnern ist vor Ort die Zusammenarbeit mit den Hausmeisterinnen und Hausmeistern ein bedeutender Erfolgsfaktor. Ebenso können über Projekttage nicht nur Schüler, sondern auch Lehrkräfte über das Thema Klimaschutz informiert und gleichzeitig mit eingebunden werden,“ so Deichmann. Den sechs Schulen mit der höchsten Einsparung aus ihrer jeweiligen Schulform überreichte Bürgermeister Obert einen großen, symbolischen Scheck. Zusätzlich erhielt jede Schule eine Urkunde über ihren Einsparerfolg. Neben der feierlichen Auszeichnung gab es die Möglichkeit ein Feedback zu geben und sich in geselliger Runde untereinander auszutauschen. Schülerinnen und Schüler konnten bei der Gelegenheit auf einem „Stromfahrrad“ selbst Strom erzeugen. Abschließend gab es für die Lehrkräfte unterstützendes Lehr- und Lernmaterial.

Es geht weiter

Eine Fortführung des Projekts wurde beschlossen und umgesetzt. Seit diesem Jahr sind 33 Schulen weiter im neuen Projekt aktiv. Die Betreuung der Schulen konnte im Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft durch eine Besetzung der Projektleitungsstelle im Tandem sogar ausgebaut werden.

-pia