aus aktuellem Anlass

Familie – Zuhause – Immobilie

Editorial im September 2016

Liebe Leserinnen & Leser,

der Sommer verliert langsam an Kraft. Zeit, sich wieder um das Zuhause Gedanken zu machen, in dem man in den nächsten Monaten wohl wieder seine meiste Zeit verbringen wird.

Wie wichtig das eigene Nest ist, sieht man an folgender Geschichte: In der Redaktion haben wir einen Tages-Abreiß-Kalender mit unnützem Wissen. Gestern stand dort: „Paare, die gemeinsame Kinder haben, trennen sich häufiger als Paare, die lediglich gemeinsame Immobilien besitzen.“ Es gab keine Quellenangabe um die Aussage zu überprüfen, aber ich glaube das sofort.

In unserem weiteren Bekanntenkreis gibt es durchaus Paare, die sich nichts, sogar garnichts mehr zu sagen haben, aber vor einigen Jahren auf der letzten Rille ein Eigenheim irgendwo in der Pampa gebaut haben. Der Nestbauinstinkt hat dazu geführt, dass sie sich kein Vergnügen und keinen richtigen Urlaub mehr leisten können, Tag und Nacht am Ackern sind und alle Lebensumstände sich nicht verschlechtern dürfen, damit die Hütte bis zum Renteneintritt mit 67 weitestgehend abbezahlt ist. Krankheit oder gar Arbeitsunfähigkeit darf nicht eintreten. Eine Trennung oder gar Scheidung würde unweigerlich zum Ruin führen…

So schön und erstrebenswert ein eigenes Heim auch ist – besser nicht um jeden Preis! Vielleicht sollte man etwas nachdenken, bevor man sich wegen einer Immobilie aneinander kettet.

Also, meine Frau und ich sind schon über 35 Jahre zusammen, wir hatten viel gemeinsamen Spaß, haben dabei zwei Kinder großgezogen – und wohnen immer noch zur Miete…

Übrigens: Schauen Sie sich doch mal wieder die Anzeigen in Ihrem KARLSRUHER KIND an. Gehen Sie – wenn möglich – regional einkaufen! Und gerne dürfen Sie dort auch einmal erwähnen, dass Sie da sind, weil Sie eine Anzeige in Ihrer regionalen Elternzeitung gesehen haben. Dafür danken wir Ihnen schon mal im Voraus!

Aber vorerst erst einmal

viel Spaß beim Schmökern

in Ihrem neuen KARLSRUHER KIND!

unterschrift