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Editorial September 2020

Liebe Lerinnen & Leser,

liegt es an der teilweise heftigen Sommerhitze der letzten Wochen oder an den coronabedingten Einschränkungen? Aus etlichen der täglichen Polizeiberichte und aus persönlichen Erlebnissen ergibt sich für mich gerade das Bild, dass wir alle hohldrehen. Randalieren, Gewalthandlungen, Rücksichtslosigkeiten und Respektlosigkeiten an jeder Ecke. Alle scheinen auf Krawall gebürstet. Und die (un-)sozialen Medien liefern die Bilder dazu.

Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren randalieren scheinbar grundlos in einer fahrenden Straßenbahn und richten einen Schaden von rund 10.000 Euro an. Andere Jugendliche, deren jüngster gerade mal zwölf Jahre alt ist, randalieren in Söllingen und liefern sich ein Scharmützel mit der Polizei, bei dem auch ein Streifenwagen beschädigt wird. Nächtlicher Lärm auf der Straße – ungehemmt laut und mit zerschlagenen Flaschen täglich. Am Epplesee gibt es Schlägereien und einen Raub. Und Exhibitionisten. Zumindest dieses Phänomen wird nachlassen, wenn es draußen wieder Minusgrade hat…

Frust, Streit und Gewalt scheinbar überall. Aber es gibt auch besonnenere Zeitgenossen. Menschen, die sich – meist ehrenamtlich – für andere engagieren. Menschen, die helfen, wenn sie erleben, dass andere nicht mehr wirklich weiter wissen. Lassen Sie uns zu diesen gehören!

In dieser mangels Veranstaltungen wieder recht dünnen Ausgabe ist das Schwerpunktthema „kindgerecht wohnen“. „My home – my castle“ und nette Nachbarn sind Meilensteine auf dem Weg zu einem gelassenen und lebenswerten Leben – auch für unsere Kinder!

Die meisten von uns erleben diese angenehme Lage, auch weil sie sich bemühen, diese Situation herbeizuführen und zu erhalten. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie einen wunderschönen Restsommer! Jetzt aber erst einmal viel Spaß beim Schmökern in Ihrem neuen KARLSRUHER KIND.