Editorial November 2020

Liebe Leserinnen & Leser,

und es geht weiter… Covid 19 wird uns so schnell nicht loslassen. Wir stehen vor der Aufgabe, jetzt wieder für einen ganzen Monat Ankündigungen zu veröffentlichen und Aussagen zu tätigen, wo sich doch gefühlt stündlich die Pandemie-Situation -– und dadurch bedingt – die Gesetzeslage ändert.

Letzten Monat dachten wir noch, die „offerta“ könnte stattfinden. Die Aussteller haben aufgebaut und müssen jetzt ihre Stände wieder abbauen. Kein Euro Umsatz, aber Arbeit und Kosten. Ganz ähnlich geht es unzähligen Kulturschaffenden und Kleinselbständigen. Ein Vorwurf ist dabei allerdings niemandem zu machen. Alle Beteiligten haben eben bis zur letzten Minute gehofft, die Zahlen gingen nicht wieder so schnell in die Höhe.

Eher ist die Schuld bei Menschen zu suchen, die zumindest unbekümmert ihr Verhalten partout nicht ändern. Ich halte das für rücksichtslos und menschenverachtend! Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden durch diese Ignoranz Ihre betagten Eltern infizieren…

Auch wenn die hiesige Tageszeitung – unkommentiert – einen Corona-Leugner auf fast einer ganzen Seite zu Wort kommen lässt und jetzt ziemlich halbherzig zurückrudert, scheint mir das in der derzeitigen Situation nicht wirklich zielführend.

Mein Gott, was ist denn so schlimm daran, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen? Wir tun das – auch ohne staatliche Vorgaben – weil wir nicht ausschließen können, dass das sinnvoll ist. Anders ist das schon, wenn liebe Freunde zu Besuch kommen und man sie mit „Namastei“ und einer höflichen Verbeugung begrüßen muss, anstatt sie einfach mal wieder in den Arm zu nehmen, weil man sich einfach freut, sie zu sehen. Aber auch das geht! Schon auch zu deren Schutz!

Nun möchte ich aber auch nicht den Eindruck erwecken, dass Corona alles ist. Das Leben geht (zumindest für die meisten von uns) weiter. Es gibt mutige Veranstalter, die inzwischen meist mit dem Rücken an der Wand stehen, die aber trotzdem unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen etwas auf die Beine stellen. Wir geben Ihnen einmal mehr 32 Seiten an die Hand mit Informationen und hoffentlich auch ein wenig Unterhaltung.

Wenn nun also die Kinder im Bett und Sie alleine oder im Kreis der Familie ein paar Minuten zum Durchatmen haben, wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Schmökern in Ihrem neuen KARLSRUHER KIND – und bleiben Sie gesund!

Ihr Karl Goerner