Der Begriff „Impetigo contagiosa“ ist nur wenigen Eltern geläufig. „Und doch steckt hinter der lateinischen Bezeichnung die häufigste bakterielle Hautinfektion im Kindesalter“, so Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein. Allein in der Region zählt die Krankenkasse jährlich rund 1.000 Versicherte, die sich aufgrund der Hautinfektion in ärztliche Behandlung begeben. Landesweit registriert die AOK Baden-Württemberg pro Jahr 13.000 bis 14.000 Erkrankungen. „Am stärksten betroffen sind Kindergarten- und Schulkinder im Alter von einem Jahr bis neun Jahren“, entnimmt Röcker einer aktuellen Statistik. „Jugendliche erkranken etwa ein Viertel und Erwachsene nur etwa ein Zehntel so häufig.“
Die hochinfektiöse Hautkrankheit, die sich bei feuchter Wärme und mangelnder Hygiene epidemieartig ausbreiten kann, wird im Volksmund oft Eiter- oder Schmierflechte genannt. Das auffallendste Merkmal sind die gelben Krusten auf rotem Grund. Es wird zwischen einer klein- und einer großblasigen Ausprägung unterschieden. Beide Varianten beginnen mit roten Flecken überwiegend im Gesicht. Auf den Flecken bilden sich rasch mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die anschließend platzen und verkrusten. Die Ursache der Erkrankung sind Bakterien. Meist werden Staphylokokken gefunden, aber auch Streptokokken sind als Auslöser bekannt. Die Erkrankung wird meist durch eine Schmierinfektion übertragen, also durch direkten Kontakt oder Gegenstände. Bei konsequenter Behandlung heilt die Infektion in der Regel folgenlos aus.
Eine konsequente Hygiene ist bei der Behandlung ein absolutes Muss: Kratzen sollte unbedingt vermieden, Hände regelmäßig gewaschen und Fingernägel kurz geschnitten werden. Kleidung und Handtücher sollten nur vom Betroffenen genutzt und nach Gebrauch heiß gewaschen werden. Nach Absprache mit dem behandelnden Arzt können desinfizierende Mittel und lokale Antibiotika die Hygienemaßnahmen unterstützen.
Rat und Hilfe zum Thema „Kindergesundheit“ finden Eltern unter: aok.de/familie
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